Ihr Lieben, habt ihr ein Kind, das demnächst ins „Handy-Alter“ kommt? Oder nutzt euer Kind bereits Handy und Messenger, aber ihr seid irgendwie unzufrieden damit, weil euch das alles nicht sicher genug vorkommt? Klar ist: Unsere Kinder wachsen mit digitalen Medien auf, sie wollen mit ihren Freunden chatten und in Kontakt bleiben.
Klar ist aber auch, dass Cybergrooming eine riesige Gefahr ist. Eine Studie der Landesanstalt für Medien NRW besagt, dass 24 Prozent aller 8-bis 18-Jährigen schon mal von einem unbekannten Erwachsenen online kontaktiert worden sind und zu einem Treffen aufgefordert wurden. 15 Prozent erhielten ungefragt Nacktbilder. Rund 20 Prozent kamen – ohne es zu wollen – mit sexuellen Inhalten in Kontakt.
Wir hören von euch immer wieder, dass man gerne Alternativen zu den großen Messenger-Anbietern nutzen würde – aber eben nicht so recht weiß, welche wirklich besser sind (und nicht nur vordergründig kindersicher sind…)
Heute stellen wir euch Ping – Ping ist ein Messenger speziell für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Kinder schreiben nur mit Kontakten, die Eltern freigegeben haben – keine öffentlichen Profile, keine Suche, keine Werbung, kein Datenverkauf, keine Telefonnummern für Kinder. Entwickelt und gehostet in Deutschland – und zwar von Denis, den wir hier mal alles Wichtige zu Ping gefragt haben.
Lieber Denis, wie kommt man darauf, einen eigenen Messenger zu entwickeln?
Ich entwickle seit über 25 Jahren digitale Produkte – aber der Auslöser für Ping war ganz persönlich. Als meine Tochter in das Alter kam, in dem sie mit Großeltern und Schulfreundinnen schreiben wollte, habe ich nach einer geeigneten App gesucht. Und nichts Passendes gefunden.
WhatsApp kam für mich nicht in Frage: zu offen, datenschutztechnisch problematisch, und man braucht eine Telefonnummer. Signal ist datenschutzfreundlich, aber ebenfalls nicht für Kinder gemacht und erfordert ebenfalls eine Telefonnummer. Threema habe ich sogar kurz installiert, aber auch das ist letztlich eine App für Erwachsene, nicht für ein Kind.
Also habe ich Ping entwickelt. Eine App, die ich meiner Tochter guten Gewissens geben kann und die ich mir als Vater gewünscht hätte.
Wo und wie genau ist Ping sicherer für die Kids?
Bei Ping ist Sicherheit kein nachträgliches Feature, sondern von Anfang an eingebaut. Es ist strukturell unmöglich, dass ein Fremder dein Kind kontaktiert. Es gibt keine öffentlichen Profile, keine Nutzersuche und keine Möglichkeit, über eine Telefonnummer gefunden zu werden. Neue Kontakte werden entweder von den Kindern selbst hinzugefügt – per QR-Code, wenn sie zusammen sind – oder von den Eltern direkt in der App. Dabei können Kinder sich ausschließlich mit anderen Kindern selbst verbinden.
Eltern genehmigen jeden einzelnen Kontakt, bevor eine Nachricht möglich ist. Sie entscheiden auch, welche Funktionen ihr Kind nutzen darf: ob Fotos geteilt werden können, ob Sprachnachrichten aktiviert sind, ob Gruppenchats erlaubt sind und wann die App in den Ruhemodus geht, zum Beispiel abends oder während der Schulzeit.
Kinder benötigen bei Ping keine eigene Telefonnummer und keine E-Mail-Adresse. Sie melden sich ausschließlich über einen QR-Code an. Alle Nachrichten sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Und weil Ping in Deutschland entwickelt und gehostet wird, gelten die strengen europäischen Datenschutzstandards: ohne Werbung, ohne Datenverkauf, ohne Profiling.
Ab welchem Alter ist Ping geeignet?
Ping wurde so entwickelt, dass es sich dem Alter und den Fähigkeiten des Kindes anpassen lässt und nicht umgekehrt. Auch sehr junge Kinder ab etwa 4 Jahren können Ping bereits nutzen: Eltern können die App so einrichten, dass ausschließlich Sticker, Zeichnungen und Sprachnachrichten verfügbar sind, kein Text, keine Fotos. So können Kinder, die noch nicht lesen und schreiben können, trotzdem mit den Großeltern oder engen Familienangehörigen in Kontakt bleiben.
Das funktioniert auch ohne eigenes Smartphone, denn Ping läuft auf einem Familien-Tablet. Ping wurde unabhängig durch die IARC geprüft und trägt das Alterskennzeichen USK ab 0 Jahren — das bedeutet: keine Altersbeschränkung.
Die Kern-Erfahrung von Ping richtet sich an Grundschulkinder, die bereits lesen und schreiben können und anfangen, mit Schulfreunden zu kommunizieren. Hier kommt das volle Chat-Interface zum Tragen: Sticker, Zeichnungen, Sprachnachrichten, Text und, wenn Eltern es freigeben, auch Fotos. Das Schreiben über eine App kann dabei sogar die Lese- und Schreibkompetenz spielerisch fördern.
Wichtig ist mir aber zu sagen: Wir wollen Kindern keine zusätzliche Bildschirmzeit verschaffen. Kinder heute sind Digital Natives, sie wachsen mit Technologie auf, und die Frage ist nicht ob, sondern wie sie digitale Medien nutzen. Ping gibt Eltern die Werkzeuge, diesen ersten Schritt in die digitale Kommunikation aktiv zu begleiten und zu gestalten: mit Ruhezeiten, mit klaren Grenzen, mit der Möglichkeit, Funktionen schrittweise freizuschalten, wenn das Kind reifer wird. Jüngere Kinder sollten die App immer gemeinsam mit einem Elternteil nutzen.
Digitale Produkte für Familien, die Kinder schützen und einen gesunden Umgang mit digitalen Medien fördern: Das ist die Mission der SafeCircles GmbH, dem Unternehmen hinter Ping.
Wieviel „Kontrolle“ durch die Eltern der Chats auf Ping findest du nötig und/ oder sinnvoll?
Das ist eine Frage, die ich mir selbst als Vater oft gestellt habe, und die Antwort steckt im Design von Ping: Eltern sollen wissen, mit wem ihr Kind spricht, ohne jede einzelne Nachricht mitzulesen. Echte Kontrolle bedeutet für mich nicht Überwachung, sondern Rahmensetzung. Eltern entscheiden, wer in das Leben ihres Kindes digital eintreten darf, und das war’s. Den Rest erledigt Ping.
Konkret: Eltern genehmigen jeden neuen Kontakt. Bei Gruppenchats sehen sie, wer in der Gruppe ist, und werden benachrichtigt, wenn jemand Neues hinzukommt. So behalten sie immer den Überblick, ohne den Chat selbst zu lesen.
Gleichzeitig lernen Kinder, selbst Verantwortung zu übernehmen. Wenn sich etwas in einem Chat falsch anfühlt, können sie den Chat ganz einfach pausieren oder verlassen, direkt aus der App heraus. Die Eltern erhalten sofort eine Benachrichtigung mit den wichtigsten Informationen: Was war das Problem, und mit wem? So können Eltern und Kind gemeinsam das Gespräch suchen und eine Lösung finden. Wenn nötig, kann der Kontakt blockiert oder entfernt werden.
Das ist für mich der gesündeste Ansatz: nicht kontrollieren, sondern begleiten. Kinder brauchen einen geschützten Raum, in dem sie lernen, digitale Kommunikation verantwortungsvoll zu nutzen, mit Eltern, die im Hintergrund da sind, wenn sie gebraucht werden.
Ist es schwer, Ping einzurichten und was kostet das?
Überhaupt nicht, das Einrichten dauert nur wenige Minuten. Eltern laden Ping zuerst auf ihr eigenes Gerät herunter und richten dort das Familienkonto ein. Sie erstellen ein Profil für ihr Kind und legen eine PIN fest, damit meldet sich das Kind später in der App an. Danach laden sie Ping auf dem Gerät des Kindes herunter oder auf dem Familien-Tablet, scannen den Einrichtungs-QR-Code, und das war’s. Das Kind kann sofort loslegen.
Ping ist als Familien-Abo erhältlich und kostet 2,99 € pro Monat. Darin enthalten sind alle Kinder der Familie und auch Vertrauenspersonen wie Großeltern, die mit dem Kind schreiben möchten.
Für Stadt Land Mama-Leserinnen gibt es ein besonderes Angebot: Mit dem Code STADTLANDMAMA könnt ihr Ping 3 Monate kostenlos testen. Den Code einfach auf der Abo-Seite eingeben und loslegen.
Es gibt ja auch bei den größeren Anbietern die Möglichkeit, Kindersicherung einzustellen – was macht ihr einfach noch besser?
Es stimmt, dass große Messenger-Anbieter beginnen, Funktionen für Familien und jüngere Nutzer einzuführen, und das freut mich. Der entscheidende Unterschied liegt aber darin, wie die Kontrolle funktioniert. Bei klassischen Messengern bekommen Eltern im besten Fall Benachrichtigungen über die Aktivitäten ihrer Kinder. Bei Ping entscheiden Eltern aktiv, wie ihre Kinder die App nutzen dürfen: welche Funktionen freigeschaltet sind, wann die App in den Ruhemodus geht, ob Fotos oder Gruppenchats erlaubt sind. Diese Einstellungen lassen sich jederzeit anpassen, wenn das Kind älter wird und mehr Verantwortung übernehmen kann.
Auf unterstützten Apple-Geräten analysiert die App Fotos automatisch auf sensible Inhalte, bevor sie gesendet oder empfangen werden, vollständig auf dem Gerät, ohne dass Daten übertragen werden.
Das alles ist möglich, weil Ping von Grund auf für Kinder entwickelt wurde und nicht als Ergänzung zu einer App, die ursprünglich für Erwachsene gebaut wurde. Wer die Unterschiede im Detail nachlesen möchte: Wir haben eigene Vergleichsseiten erstellt, die Ping mit WhatsApp und Signal gegenüberstellen: ping.kids/de/whatsapp-alternative-for-kids und ping.kids/de/signal-alternative-for-kids.
Wenn euch das jetzt neugierig macht, solltet ihr unbedingt bei PING vorbei schauen! Nicht vergessen: Mit dem Code STADTLANDMAMA könnt ihr Ping 3 Monate kostenlos testen. Den Code einfach auf der Abo-Seite eingeben und loslegen. Für mehr Sicherheit, mehr Kommunikation mit besserem Gefühl!

6 comments
Die Altersangabe irritiert mich auch. Für meinen 11-Jährigen finde ich es sehr interessant, aber der monatliche Preis ist dann doch ein No-Go. Falls ihm die App gefällt und er sie jahrelang nutzen möchte, wird das ja richtig teuer. Das ist bestimmt angesichts des tollen Designs gerechtfertigt, aber da Kinder eben nicht notwendigerweise einen messengerdienst brauchen, warte ich einfach bis er threema nutzen kann…
Ich finde es zwar grundsätzlich gut wenn sichere Apps entwickelt werden, schließe mich aber an, dass Kinder zwischen 6 und 12 eigentlich gar keinen Messanger oder soziale Medien brauchen.
Oma und Opa können auch angerufen werden und mit Freunden verabredet man sich in der Schule oder muss halt vorbei gehen und klingeln.
Vielen Dank liebe GS, 100% Zustimmung!
@GS Es wird doch explizit gesagt, dass die Kinder kein eigenes Gerät brauchen. Ich bin definitiv auch kein Freund davon, Kinder mit Smartphones „ruhig zu stellen“. Aber deine Antwort finde ich etwas übertrieben. Es geht nur um einen Messenger. Den die Kinder ja auch nicht stundenlang nutzen sollen. Aber heutzutage können die Kinder nicht immer mal eben über die Straße zu Oma und Opa gehen und etwas fragen/zeigen/…
Bei uns ist mein Mann ist beruflich unterwegs, muss auch abends mal mit Kunden Essen gehen. Hat also nicht immer Zeit, mit uns zu telefonieren. Meine Eltern wohnen weit weg. Meine Tochter nutzt auf meinem Handy (unter Aufsicht) einen Messenger um Papa oder Oma und Opa etwas zu schreiben , ein gemaltes Bild zu schicken oder ähnliches. Das soll ihr Gehirn überfordern??? Wohl eher nicht.
Wenn das Kind die App nur unter Aufsicht auf meinem Handy nutzt, braucht es dafür dann aber auch keine spezielle App, sondern kann die ohnehin auf meinem Handy vorhandenen Messengerdienst nutzen. Die App ist ja explizit dafür vorgesehen, dass die Kinder sie alleine nutzen.
Hier Werbung für einen Messenger für Kinder im Grundschulalter zu machen finde ich schwierig. Der Jugendschutz ist sich sehr einig, dass Kinder so spät als möglich ein eigenes Gerät haben sollten. Frühestens in weiterführenden Schulen. Die Politik reguliert viel zu wenig und Kinder müssen nicht herangeführt werden, dass machen wir beim Führerschein auch nicht. Kinder brauchen altersangemessene Medienerziehung. Wir sollten uns immer fragen, welchen Mehrwert die Nutzung von Medien im Vergleich zu sozialen Beziehungen und Spielsituationen hat. Es ist erwiesen, dass das kindliche Gehirn in der Entwicklung mit Smartphones überfordert ist und Kindern schadet. Wir als Erwachsene haben die Aufgabe die analoge Welt attraktiv zu gestalten. Ich fände es zielführender, darüber mehr zu lesen.