Ihr Lieben, ihr fragt euch vielleicht, was es damit auf sich hat, dass wir über nachhaltige Garnelen berichten, aber es geht um etwas viel Größeres. Denn ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich vermute, es geht euch da ähnlich wie uns und Einkaufen gehen im stressigen Alltag ist oft einfach nur ein weiteres To do auf der Liste statt ein bewusstes „Hach, ich steh mal ausgiebig vor jedem Regal, lese mir die Herkunft der Produktzutaten durch und entscheide mich dann für die nachhaltigste Variante“, oder?!
Und das, obwohl die Studienlage eindeutig ist, dass sich immer mehr Menschen für nachhaltigen Konsum einsetzen möchten! Wie schön ist es da, wenn wir bei unseren Einkäufen DIREKT sehen, wenn wir eine gute und nachhaltige Entscheidung getroffen haben! Genau hier setzt das Siegel der „ASC Zertifizierung“ an.
Ziel ist der Schutz von VerbraucherInnen vor irreführender Nachhaltigkeitswerbung und Greenwashing! Und ist das nicht auch ein Thema, das ihr mit euren Teenagern mal am Abendbrottisch besprecht? Die nachfolgende Generation wächst da ja unserem Gefühl nach noch sensibler mit auf als wir selbst. Wie gut!
Nachhaltige Garnelen: Worauf wir beim Einkauf unbedingt achten sollten
Wusstet ihr etwa, dass vor rund 15 Jahren zertifizierte Aquakultur im deutschen Markt kaum eine
Rolle spielte? Seit Einführung des ASC-Programms hat sich das geändert und das Angebot an
zertifizierten Garnelen ist deutlich gewachsen. Das ist eine echte Veränderung! Und die hat messbare
Auswirkungen auf Umwelt, Tier und Menschen.
Die Bemühungen des ASC (Aquaculture Stewardship Council) enden aber nicht bei Garnelen. Mit dem Slogan „Choose Change“ ruft er Seafood-Freunde auf, den Wandel hin zu einer nachhaltigen Fischwirtschaft auch in Zukunft durch gezielte Kaufentscheidungen zu unterstützen.
Was heißt das für unsere zukünftigen Einkäufe? Wenn wir beim Beispiel Garnelen bleiben heißt das vor allem, dass wir sofort beim Griff ins Kühlregal sehen können, ob wir es hier mit Nachhaltigkeit zu tun haben, wie es um das Tierwohl in der Garnelenzucht stand und wir da etwas Gesundes für uns und unsere Familie in den Einkaufswagen packen.
Da geht es um Fragen wie: Werden sensible Ökosysteme wie Mangroven geschützt? Gibt es Vorgaben für die Wasserqualität und klare Regeln beim Einsatz von Antibiotika? Welche Anforderungen gibt es an die Arbeitsbedingungen vor Ort? Werden internationale Standards, unabhängige Kontrollen und Transparenz miteinander verbunden?
Was es mit dem ASC-Siegel auf sich hat
Erst dann gibt es ein Siegel! Eines, das uns zeigt, dass die Garnelen in unserem Wagen zertifiziert sind. Denn die Entscheidung für Garnelen mit ASC-Siegel unterstützt eben Aquakulturbetriebe, die nach klar definierten Umwelt- und Sozialkriterien arbeiten und unabhängig kontrolliert werden.
Vielleicht noch als wichtige Hintergrundinfo: Der ASC unterstützt auch aktiv die kommende Empowering Consumers Directive der Europäischen Kommission. Das alles, damit wir am Ende sagen können: Gute Wahl. Gute Garnelen. Gute Tat.
Und weil wir jetzt mit Sicherheit alle Hunger haben, lasst uns doch mal in der Kommentarspalte die tollsten Tipps für familientaugliche Rezepte mit Garnelen teilen. Wir kochen die dann alle nach, wie wäre das?! Guten Appetit!
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ASC steht übrigens für Aquaculture Stewardship Council
Die Abkürzung ASC steht für Aquaculture Stewardship Council. Es handelt sich um eine unabhängige & gemeinnützige Organisation, die 2010 gemeinsam vom WWF und der niederländischen Initiative für nachhaltigen Handel (IDH) gegründet wurde, um Standards für eine verantwortungsvolle Aquakultur zu entwickeln und zu verwalten.
Das ASC-Siegel auf der Verpackung zeigt, dass Fisch oder Meeresfrüchte mit minimalen Auswirkungen auf Menschen, Tiere und die Umwelt gezüchtet wurden. Entsprechend verlangen alle ASC-Standards, dass die Praktiken der Zuchten sowohl an ökologischen als auch an sozialen Anforderungen gemessen werden. Der ASC zertifiziert weltweit über 2.500 Farmen in 52 Ländern. Gemeinsam produzieren sie jährlich mehr als 3,2 Millionen Tonnen Fisch und Meeresalgen.