Meine Hassfrage: Was soll ich heute kochen?

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Foto: Freepik

Ihr Lieben, im Familienalltag gibt es ja so einige Dinge, die irgendwie nerven. Wenn man abends noch die Brotdosen aus den Schulranzen holen muss, wenn man massenhaft Socken zusammenlegen muss – aber die Sache, die mich am meisten nervt, ist die Frage: Was soll ich kochen?

Dazu muss ich sagen, dass meine Kinder keine besonders guten Esser sind und waren. Ich bin echt auf wenige Sachen „neidisch“, aber wenn ich sehe, wie andere Kinder glücklich Gemüsesticks in Humus dippen, Aufläufe loben oder sich den zweiten Teller Blumenkohl-Suppe holen, fühle ich mich vom Schicksal doch sehr benachteiligt.

Denn meine Kinder mögen es schlicht: Ein Kind würde sich wenn es dürfte ausschließlich von Salamipizza ernähren, das andere hasst Saucen jeder Art und isst am liebsten alles „trocken“. Ein Kind isst so gut wie gar kein Obst, das andere zwar Karotten als Rohkost, aber bei gekochten Karotten bekommt es einen Würgereiz. Ein Kind mag kein Fleisch mehr, das andere meckert bei Fisch – kurz: Ich finde es wahnsinnig anstrengend für meine Kids zu kochen.

Da die vier aber eher die schlanken Typen sind und sich sehr viel bewegen, kann ich nicht einfach sagen: „Na, dann esst halt nix.“ Und ja: Ich habe alle „Tricks“ schon ausprobiert, ich habe püriert, untergemogelt, sie mithelfen lassen – sie bleiben einfach Picky Eater.

Für alle kochen ist nicht easy!

Heißt also: Meistens koche ich so, dass jeder irgendwas essen kann. Es gibt immer eine sättigende Beilage, also z.B. Gnocchi, Kartoffeln, Reis, Nudeln. Und ja, es kommt dann vor, dass ein Kind einfach nur Gnocchi mit Käse isst.

Lisas Kinder sind da, soweit ich weiß, leichter zufrieden zu stellen. Und trotzdem stellen auch sie oder ihr Mann sich täglich mehrfach die Frage: Was kochen wir? Deshalb kam uns die Idee, einmal in der Woche einfach ein Rezept hier zu zeigen, was es bei einem von uns zu essen gab das wären dann sicher keine hochkomplizierten Rezepte mit tausend Zutaten, die eh keiner zu Hause hat sondern einfache, schnelle Gerichte, die Kids und Teens schmecken. Wäre das interessant? Und gibt es vielleicht sogar Rezepte, die ihr uns empfehlen könnt, weil sie allen Familienmitgliedern schmecken?

Und erzählt doch mal: Wie ist die Essens-Situation generell bei euch zu Hause? Alles easy oder gibt´s auch immer Gemecker? Wir freuen uns über den Austausch hier!

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24 comments

  1. Ich würde ich mich sehr über Rezepte freuen!

    In der Coronazeit bin ich irgendwann in den „Kochstreik“ getreten, ich war einfach ausgelaugt vom ständigen „Was soll ich kochen?“ „Was schmeckt allen“ und immer nur Kompromisse mit denen keiner hier glücklich war.
    Ich habe dann „Wunschessen“ eingeführt.
    Jeder musste seine Essenswünsche sagen, ich habe daraus einen Wochenplan erstellt. Eine wichtige Regel: Jedes Essen durfte nur 1x vorkommen.

    Mittlerweile sind wir zu viert, die Essenswünsche habe ich beibehalten, mittlerweile sammle ich von jedem ca 8 Essenswünsche am Ende des Monats, für den Folgemonat. Die Liste bleibt bei mir, dann kann ich je nach Laune, Terminen und Wetter die Mahlzeiten zusammensuchen, abhaken für den Monat und fertig. 🙂
    Wem irgendwas gar nicht schmeckt hat (fast) immer die Möglichkeit sich ein Brot zu machen.

    Da ich am Abend koche gibt es nicht die Möglichkeit das Essen ausfallen zu lassen, denn nach dem Abendessen ist bei uns „Futterstop“ mit Baden/Duschen, Zähneputzen, etc. und dann auch bald Schlafenszeit.

  2. Also ich kann mit „Hassfrage“ gut mitgehen. Ich hasse es tatsächlich zu kochen. Das Kind ist seit jeher untergewichtig und zu klein für sein Alter. Natürlich auch noch sehr aktiv den ganzen Tag und ein mäkeliger Esser. Wenn wir auf den Kinderarzt hören („geben sie was er gerne isst“) gibts nur Nudeln und Pizza und Kartoffelbrei und wir Eltern wiegen 10kg mehr. Also mindestens zwei unterschiedliche Mahlzeiten jeden Abend nach einem langen Arbeitstag zaubern. Wenn ich mir was wünschen könnte, dann einen Privatkoch 🙂

  3. Wir haben 5 Kinder zuhause, zum Glück ist keines der Kinder übermäßig mäkelig. Klar, gibt es Unterschiede, aber ich finde für 7 Personen ist der gemeinsame Nenner schon mal ganz gut bei uns. Obst und Rohkost wird von allen gerne gegessen und das gibt es hier täglich. Bei uns gilt die Devise, dass – sollte mal ein Essen gar nicht zusagen – jeder entweder auf Brot oder Naturjoghurt mit Müsli ausweichen kann. Was immer super geht sind Wraps zum selber füllen. Dann kommt alles in kleinen Schüsseln auf den Tisch und jeder kann seinen Wrap nach Geschmack selbst füllen. Auch bei Salat klappt das erstaunlich gut. Auch Raclette (klar, ist eher was für besondere Anlässe) steht hier ganz hoch im Kurs. Hier sind die Kinder dann auch gerne probierfreudig und kosten auch mal neue Dinge. Wir machen einmal die Woche einen großen Wocheneinkauf und nutzen dafür den Abholservice, wobei die Hauptmahlzeiten dann entsprechend vorgeplant werden. Einmal die Woche gehe ich dann oft noch zusätzlich einkaufen und besorge noch ggf. benötigtes. Die Kinder können Wünsche äußern, die ich dann versuche zeitnah umzusetzen und in den Ferien machen wir oft einen kleinen Essensplan und jeder bekommt mal einen Wunsch erfüllt. Zum Thema Ideen: Ich habe am Kühlschrank eine kleine Liste mit allen möglichen Gerichten, die wir immer mal wieder kochen, die ich auch hin und wieder ergänze, wenn sich wieder mal was etabliert hat. Wenn ich mal keine Idee habe, was es geben könnte, dann schaue ich auf die Liste und meist kommt dann die Lust auf ein bestimmtes Essen von ganz alleine. Unsere Großen Kinder sind auch ab und an mal für eine Mahlzeit zuständig und entscheiden dann, was es gibt und kümmern sich um die Zubereitung. Das klappt phasenweise mal besser und mal schlechter. Zum Thema Rezepte: Grundsätzlich freue ich mich immer über neue Inspirationen. 🙂

  4. Ich kann das total nachfühlen – hier sind es sechs Esser und wir versuchen uns mit Komponenten durchzuschlagen, es gibt aber genug Tage, an denen es mehr als ein Essen gibt.
    Ich gönne es allen, bei denen es anders funktioniert, hier ist das nicht so, und mit Krankheit und Kindern, die einfach gar nichts essen als etwas falsch aussehendes oder riechendes, bemühen wir uns lieber, etwas passendes zu finden. Und sind trotzdem davon genervt.
    Hätten wir nur ein Kind, würden wir uns wahrscheinlich auf die Schultern klopfen, wie toll wir einfach nur durch Vorbild so tolles Essverhalten angeregt hätten. Aber wie bei so Vielem, mit jedem weiteren Kind sackt die Erkenntnis, vielleicht doch weniger Einfluss zu haben als gedacht, ein Stück weiter.

  5. Der Stress beim Kochen und Essen ist zum großen Teil selbstgewähltes Schicksal.

    Wenn es Nudeln mit Gemüse-Soße und Käse gibt und ein Kind die Soße verweigert, dann ist das eben so. Es gab zu Hause beim Frühstück oft schon Obst, in der Brotdose war auf jeden Fall Obst und Gemüse und zum Abendbrot gibt’s auch nochmal Rohkost dazu. Von so einem Mittagessen ohne Gemüse erhält man keinen Schaden. Wenn man sieht wie schlecht sich viele Menschen dauerhaft ernähren, müssten die mit 40 alle tot sein, wenn es wegen drei „schlechten“ Mittagessen pro Woche dauerhafte Schäden gibt.

    Wir planen auch immer für 3-4 Tage und kaufen dann entsprechend ein und die Kinder dürfen mitplanen.

    Ansonsten gibt’s bei uns generell einfache Rezepte – gerne auch nur ein paar Zwiebeln anbraten und dann ein paar Dosen (Tomaten, Kichererbsen, Mais, Bohnen, etc.) reinkippen und noch würzen und fertig. Es gibt auch mal nur Pommes mit TK-Gemüse, o.ä. wenn keine Zeit da ist.
    Ich habe auch schon die KI gefragt nach einfachen Rezepten und habe 3-5 Zutaten genannt, die weg mussten und eben eine Komponente auf die ich wegen Abwechslung der Nährstoff an dem Tag Wert gelegt habe.

    Ich habe auch ein Kind, was immer nur ein bisschen im Gemüse rumgestochert hat und jetzt eine kleine Packung Buttergemüse alleine futtert. Wir haben es immer entspannt gesehen und so gekocht, dass auch wir Eltern damit zufrieden waren, was es gibt.
    Extrawürste müssen alle schon immer selbst machen. Da gab es auch schon die Stuation, dass ein 2-Jähriges Kind aufgestanden ist, sich ein Toastbrot oder Reste aus der Brotbox geholt hat und das dann mittags gegessen hat.
    Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt, muss sich selbst ums Essen kümmern oder es gibt nichts.

  6. @Kada: Der Unterschied ist eben, dass ich erwachsen bin und schon viele Lebensmittel und Geschmacksrichtungen (hoffentlich) kennengelernt habe und von daher eine bewusste Entscheidung treffen kann. Der Geschmack entwickelt sich erst im Laufe des Heranwachsens bis hinein ins Erwachsenenalter. Kinder müssen neue Lebensmittel 10-15 mal probieren, bis sie diese akzeptieren und mögen. Die natürlich bevorzugte Geschmacksrichtung bei Kindern ist süß. Alle Lebensmittel mit Bitterstoffen werden zunächst abgelehnt, da diese für ein Kleinkind zu schwer verdaulich wären (z.B. Rosenkohl, Grünkohl usw.) oder sogar giftig sind.

    Neben der Geschmacksbildung sind die essbaren Pflanzen (z.B. Chicorée) mit vielen Bitterstoffen und auch weiteren Ballaststoffen sehr gesund für die Darmflora und damit auch für das Immunsystem. Es kommt eben nicht nur darauf an, ob das Kind genügend Kalorien und bestenfalls Vitamine bekommt, sondern ob auch ausreichend Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die nunmal vorwiegend in Gemüsen enthalten sind, die zunächst natürlicherweise vom Kind abgelehnt werden.

    Wird hier stets der Willen des Kindes berücksichtigt und neue Lebensmittel nicht ausreichend probiert, wird dem Kind ein breites Spektrum an gesunden Lebensmitteln vorenthalten. Da wir als Eltern hier einen weitreichenden Einfluss haben, sollten wir stets selbst mit gutem Beispiel vorangehen und von den Kindern auch durchaus verlangen, von allen Speisen immer wieder zu probieren. Als Kind habe ich auch Rosenkohl gehasst und bereits als junge Erwachsene fand ich ihn dann super lecker ;-). Darauf wäre ich sicherlich nie gekommen, wenn meine Mutter nicht darauf bestanden hätte, dass ich wenigstens eine kleine Portion Rosenkohl essen muss. Bei meinem Mann ebenso: als Kind hat er Eintöpfe gehasst. Jetzt nimmt er sie gerne mit zur Arbeit.

    Darüber hinaus ist es gleichfalls wichtig, eben auch die Essenswünsche der Kinder regelmäßig zu berücksichtigen und sei es eine Fertigpizza oder süße Pfannkuchen. Dann werden auch die weniger beliebten Speisen angenommen. Einfach ein bisschen mutig sein und nicht den Konflikt meiden. Es lohnt sich für Alle…

  7. Unsere Kinder (9 und 11) sind zum Glück gute Esser und essen während der Woche mittags in der Schule. Ich würde mich aber trotzdem über Rezepte freuen für mehr Abwechslung!

  8. Wir nutzen die Choosy App, erstellen einen Wochenplan, daraus wird eine Einkaufsliste erstellt und meist sind wirklich leckere Sachen dabei.
    So probieren die Kinder auch mal was neues und ich muss nur gucken was dran ist und nicht jeden Tag neu überlegen.
    Die App wurde von Eltern entwickelt, sind alles schnelle und unkomplizierte Gerichte!

  9. Wir hatten das nervige Thema des regelmäßigen und gesunden Kochens auch ab dem ersten Kind und obwohl ich das eigentlich nie wollte (weil es soooo spießig ist, haben wir uns dann einen Thermomix geholt. Was soll ich sagen, dass Problem hat sich komplett aufgelöst (und ich bin keine Verkäuferin oder so…)

    Mit dem Thermomix kocht man automatisch frisch und ziemlich gesund. Die Kinder (3 und 6 Jahre) suchen sich Rezepte einfach auf den Bildern aus, wir machen einen Wochenplan, wo wir jedes Rezept schon auf den passenden Tag speichern und eine Einkaufsliste kommt automatisch raus. Die Kinder, auch die Kleine, lieben das Kochen mit dem Thermomix, weil sie da mal etwas auf einem Display drücken und an einem Knopf drehen dürfen und alles was wir damit kochen gelingt und schmeckt. Seit wir das Gerät haben kochen wir gar nicht mehr „klassisch“ und Essen ist kein Thema mehr.

    Ich wäre also an neuen Thermomix Rezepten interessiert.

  10. Bei uns gibt es einen wochenplan. wenn es für die Kinder vorhersehbar ist, wird eigentlich alles gegessen. auf Wünsche nehme ich vorher rücksicht, wenn ich den Plan erstelle.
    freitags gibt es immer eine Mehlspeise.
    wenn ihr gar nichts einfällt, lasse ich einen Plan von einer KI erstellen und gebe unsere Parameter ein. gesund, viel Gemüse, einmal die Woche Fleisch, Trendgerichte für Teenager.
    heute war ich so faul. da habe ich einfach den Inhalt des kühlschranks fotografiert und mir von der KI ein Rezept vorschlagen lassen. war super!

  11. Bei uns auch 3 Kids mit ganz unterschiedlichem Geschmack (und unterschiedlichem Gemecker 🙂 )
    Erst vor 2 Monaten hatte ich, ich weiß nicht mehr wie ich drauf gekommen bin, die Idee, die Gerichte in unseren Familienplaner zu integrieren. Der hilft den Kindern auch grundsätzlich super durch die Woche und das duschen ist damit kaum mehr Diskussionsthema und es hilft nun auch beim Essen! Der Mittlere ist immer noch skeptisch, aaaaber wenn sie sich schon im Vorfeld mit dem auseinandersetzen können was auf den Tisch kommt und wissen, was sie erwartet, essen sie tatsächlich besser und vor allem wird alles freiwillig probiert. Das hilft wahrscheinlich nicht bei allen und vielleicht ist die gute Phase auch bei uns in 2 Monaten wieder vorbei, aber einen Versuch ist es wert 🙂

  12. Spannendes Thema und ich bin sehr interessiert an Rezepten.
    Ich handhabe es so, dass ich einen Wochenplan erstelle und bereits am Wochenende notiere, an welchem Wochentag ich was kochen werde. Dazu erstelle ich die Einkaufsliste und mache eine Wocheneinkauf. Das hilft mir dabei, dass ich unter der Woche nicht noch Kochideen entwickeln muss.
    Am Montag hilft meine Tochter jeweils beim Kochen, am Dienstag mein Sohn. Auch das ist fest im Wochenplan verankert . Alle zwei Wochen dürfen die Kinder an ihren Tagen entscheiden, was sie kochen und die anderen Male entscheide ich, damit wir nicht jede Woche zwei Mal Pfannkuchen essen müssen=). Die Regel ist, ich meckere nicht bei ihren Menuideen und sie nicht bei meinen. Funktioniert mal besser, mal weniger gut.

  13. Ich würde mich sehr über Rezepte hier freuen und mein Tipp sind Gerichte, bei denen sich jeder zusammen stellt was er mag. Z.B. machen wir manchmal Hähnchen Wraps und dann gibt es Guacamole, Bohnen, Mais, Salat, Tomaten etc separat.

  14. Unsere Tochter ist zum Glück so ziemlich alles. Sie hatte auch schon mal Phasen, während denen sie an allem rumgenörgelt hatte (was sie eigentlich mochte). Ich habe ihr dann gesagt, sie darf gerne Verbesserungsvorschläge machen. Aber sinnlos rumnörgeln bitte nicht. Klappt seitdem ganz gut. Trotzdem fände ich Inspirationen ganz gut. Manchmal fehlen auch mir die Ideen.
    Und ich muss mich „die andere S“ anschließen. „Hassfrage“ ist wirklich ein bisschen zu extrem. Erst recht, wenn hier auf dem Blog immer wieder etwas über bewussten Umgang mit sich, anderen, etc berichtet wird

  15. Bei unseren drei Kindern bin ich von Anfang an ganz altmodisch verfahren und zwar nach dem Motto: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt!

    Das bedeutet, dass es für niemanden eine extra Wurst oder ein Ausweichessen gibt und sei es nur ein Butterbrot…Alle essen von den verschiedenen Komponenten (Gemüse, Beilage, Fleisch/Fisch) mindestens eine KLEINE Portion d.h. also auch vom Rosenkohl mindestens 3 Stück oder 1 Esslöffel Sauerkraut, Rotkohl usw. …

    Wichtig war uns dabei, diese Regel ganz unaufgeregt durchzusetzen. Also nicht dazu stehen und wütend mit dem Kochlöffel zu schwingen und eine Diskussion zu starten, sondern es einfach als normal zu betrachten, dass alle zusammen alles essen. Funktioniert gut, wenn man das von Klein auf durchzieht und konsequent durchsetzt. Konsequent heißt dann auch für uns, dass es notfalls keinen Nachtisch für das eine Kind gibt oder dass wer hungrig vom Tisch aufsteht, eben warten muss bis zur nächsten Mahlzeit. Das kommt aber wirklich nur sehr selten vor!

    Und natürlich dürfen sich die Kinder auch mal ein Lieblingsessen wünschen. Das gehört auch dazu 😉

    1. Puh, möchtest du als Erwachsene nicht auch selbst wählen, was du essen magst (vegetarisch, Rohkost, Fleisch, warm, kalt?). Ich kann verstehen, dass man gegensteuert, wenn ein Kind generell schlecht die Hauptmahlzeiten ist, es dann aber zwischendurch Süßes oder anderes essen will, aber zu bestimmen, was wer probieren „muss“, klingt für mich befremdlich.

    2. Ina, probieren müssen, finde ich tatsächlich auch sehr befremdlich. Und was machst du, wenn sie nicht probieren?
      Ich finde grundsätzlich auch das Motto sinnvoll „Gegessen wird, was auf den Tisch kommt“. Aber ich kann es voll verstehen, wenn jemand abends keine Lust auf ein warmes Essen hat, vor allem wenn es mittags in der Betreuung womöglich schon das gleiche gab. (Bei 3 Kindern in 3 unterschiedlichen Einrichtungen beachte ich nicht noch die Speisepläne der Einrichtungen für unsere Planung…). Deswegen gibt’s bei uns als Alternative Butterbrot.
      Und Rohkost dürfen sie auch zwischen den Mahlzeiten essen. Die Großen schneiden es sich dann auch meist selbst.
      Ich finde es wichtig, dass die Kinder nur dann essen, wenn sie auch Hunger haben. Ich möchte nicht, dass sie aus Sorge, dass es später nichts mehr gibt oder aus Angst, dass sie keinen Nachtisch bekommen, sich irgendetwas aufzwingen. Mir ist es wichtig, dass ihnen ihr Gefühl für Huger und insgesamt ein Gefühl für ihre (Körper)bedürfnisse erhalten bleibt.

  16. Mir reichen schon zwei wählerische Kinder…wenn sie sich wenigstens einigen könnten. Ich kann aber leider nicht meckern, ich war als Kind selber sehr wählerisch. Das hat sich von Jahr zu Jahr aber entspannt, daher habe ich noch Hoffnung. Außerdem fangen sie zunehmend an selbst zu kochen, was sehr schön ist.

  17. Liebe Katharina,

    ich fühle deine Worte so. Bei uns ist es ähnlich. Wenn ich mir vor den Kids ein Familienleben vorgestellt habe, dann auch wie wir alle zusammen ein gesundes Müsli mit viel Obst frühstücken und uns den ganzen Tag gesund ernähren. Jetzt essen alle Toast (zum Glück Vollkorn) und Nutella zum Frühstück und gerne auch zum Abendessen. Dazwischen versuche ich gesund und abwechslungsreich zu kochen. Was mir hilft ist ein Wochenplan bei dem die Kids auch Ideen einbringen können. Sie wissen also die ganze Woche was es wann gibt. Und einmal die Woche kocht die Oma für uns, was ich sehr genieße. Da essen die Kids dann auch mal Fleisch und Kartoffeln.

  18. Ich verstehe, dass das mit dem Kochen für viele Kinder nerven kann. Aber „HASSfrage“? Geht es sprachlich auch mal ne Nummer kleiner? Müssen es immer Superlative, schwarzweiß, etc. sein? Sprache macht etwas mit uns, auch wenn es natürlich gar nicht soo gemeint ist

  19. Einerseits verstehe ich die Schwierigkeit.
    Andererseits frage ich mich, wie viel Stress davon vermeidbar ist durch einfache Lösungen an vielen Tagen (bei uns gibt es nur noch Alternativen zu Nudeln, Pizza und Pfannkuchen wenn ich Lust drauf habe). Daneben zeugt es von liebevollen Handlungen, wenn man den Kids zuliebe aufwendiger Kochen will. Oder einem selbst zu liebe. Auf jeden Fall kann man sich dafür auch mal auf die Schulter klopfen. Und es zeugt von einer privilegierten Situation: sowohl materiell viel Auswahl zu haben als auch die nötigen Nerven darüber nachzudenken.

    1. @a: ich verstehe den Ansatz, etwas „Druck“ rauszunehmen und die eigenen Ansprüche zugunsten der Nerven zurückzuschrauben. An manchen Tagen hilft das sicher.
      Trotzdem ist es ja kein „Luxus“, wenn man ausgewogen und abwechslungsreich kochen und essen will. Wenn es im Wechsel nur noch Nudeln, Pizza und Pfannkuchen gibt, fehlen auf Dauer eben doch wichtige Nährstoffen.

      1. Keine Frage ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sinnvoll.
        Aber doch, ich sehe den Wohlstand, den sehr viele hier haben, als Luxus an auch ohne eine vollständige Versorgung an allen Tagen mit allen wichtigen Nährstoffen. Ich hatte das Glück in schwieriger Lage an einer Schule unterrichten zu dürfen. Das relativiert vieles.

        Erwartungen kann man immer weiter hochschrauben und alles Wünschenswerte zur Notwendigkeit erklären. Die Stressbelastung ist dann selbstgemacht.

  20. Auch hier gibt es mit 3 Kindern regelmäßig Gemecker. Sind alle 3 auch ziemliche Spargeltarzane. Aber unser Kinderazt hat uns von Anfang an gesagt: Eltern können nicht beeinflussen, was die Kinder tatsächlich essen, sondern nur was sie den Kindern anbieten.
    Seitdem versuchen wir einfach ausgewogen zu kochen und jeder isst davon, was er mag. Und ja. Auch bei uns gibt’s in der Regel immer Nudeln, Kartoffeln, Reis oder Couscous als Beilage.
    Und wem es gar nicht schmeckt bzw. wer zum Beispiel abends keine Lust auf warmes Essen hat, bekommt ein Butterbrot.
    Meistens steigt die Abneigung gegen ein Essen auch mit fehlendem Hunger.

    Ann neuen Rezepten bin ich aber immer interessiert!

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