Erwachsene Kinder: Wann muss ich als Mutter präsent sein?

Erwachsene Kinder

Foto: Freepik

Ihr Lieben, wenn Kinder erwachsen werden und in die Welt hinausziehen, wenn wir sie nicht mehr 24/7 um uns haben, dann ist das manchmal gar nicht so leicht einzuschätzen, wie es den Kindern wirklich geht. Und es ist nicht leicht zu wissen, wann man als Eltern präsent sein muss und wann man aus der Ferne mit Vertrauen begleiten kann. Genau diesen Zwiespalt hat unsere Leserin Geka gerade erlebt. Ihre Tochter ist 17, lebt in Dänemark und wurde plötzlich krank. Hier kommt die ganze Geschichte:

Erwachsene Kinder: Wann muss ich als Mutter präsent sein?

Meine Tochter lebt in Dänemark. Ich lebe im Süden Deutschlands. Dazwischen liegen 1236 Kilometer. An den meisten Tagen ist genau das etwas, auf das ich mit Stolz schaue. Sie ist mit 16 ins Internat gegangen, dort 17 geworden, hat sich aus dem Vertrauten hinausbewegt und ihr Leben in die Hand genommen. Ich sehe sie dort oben im Norden und denke oft: wie mutig sie ist. Wie sehr sie ihren eigenen Weg geht. Und wie richtig es ist, dass sie das tut. Diese Distanz ist nicht nur Verlust. Sie ist auch Ausdruck von Freiheit. Von Wachstum. Von einem Leben, das nicht mehr allein um die Familie hier kreist, sondern um sie selbst.

Bis zu der Nacht, in der sie anrief, weil sie vor Schmerzen nicht mehr schlafen konnte. Von da an bekam die Entfernung ein anderes Gewicht. Dieselben 1236 Kilometer waren plötzlich nicht mehr Zeichen von Selbstständigkeit, sondern eine Wirklichkeit, die sich in jede Stunde schob.

Vier Tage lang versuchte ich, mich an das zu halten, was ich eigentlich richtig finde: sie ernst zu nehmen, ihr etwas zuzutrauen, mich nicht vorschnell über sie zu legen mit meiner Mamasorge. Vier Tage lang hörte ich Sätze wie „Ich schaffe das hier allein, Mama“, und vier Tage lang wollte ich genau das glauben. Und ich glaubte es ja auch. Jedenfalls ein Teil von mir.

Der andere Teil wurde stiller und zugleich alarmierter. Nicht hysterisch. Nicht laut. Eher auf diese schwer zu beschreibende Weise, in der etwas in einem wach bleibt, auch wenn man sich noch zusammenreißt. Ich war stolz auf sie. Und gleichzeitig wurde ich von Tag zu Tag unruhiger und zerrissener.

Es hatte mit Halsschmerzen angefangen. So harmlos klingt dieses Wort. Fast beiläufig. Dabei hatte es sich längst verwandelt. Erst war da nur ein Kratzen, dann Schmerz, dann immer mehr davon. Am 13. April waren die Schmerzen so schlimm, dass selbst sie einsah, am nächsten Tag zum Arzt gehen zu müssen.

Das allein sagte schon etwas. Sie nimmt Hilfe nicht leicht an und sie geht nicht leicht zum Arzt. Für sie ist das nie nur ein Termin. Es ist immer auch ein Moment, in dem der Körper sich der eigenen Kontrolle entzieht. Ein Eingeständnis, dass etwas nicht mehr einfach weggesteckt werden kann.

Am Dienstag ging sie also zum ersten Mal zum Arzt. Streptokokken. Antibiotikum. Der erste Impuls in mir war Erleichterung. Gut, dachte ich. Jetzt hat es einen Namen. Jetzt beginnt etwas, das helfen wird. Aber es half nicht.

Am Mittwoch ging sie wieder hin. Der Arzt sagte, bei Streptokokken könne Penicillin auch mal 48 Stunden brauchen. Also warteten wir weiter. Oder genauer: Sie hielt aus, und ich wartete mit. Am Donnerstag wurde sie nach Aarhus ins Krankenhaus geschickt, zur Hals-Nasen-Ohren-Ärztin. Dort kam zum Verdacht auf Streptokokken noch Pfeiffersches Drüsenfieber dazu.

Auch da hoffte ich noch für einen Moment, dass nun wenigstens klarer würde, womit wir es zu tun hatten. Aber am Freitag waren die Schmerzen nicht nur immer noch da. Sie waren massiv. Sie ging wieder zu ihrem Arzt in Grenaa. Er meinte, sie solle sich gedulden und am Montag wiederkommen.

Ich weiß noch, dass in mir bei diesem Satz etwas kippte. Nicht nach außen. Nicht als Wut. Nicht als großes Drama. Eher als ein Punkt von plötzlicher Klarheit. Ich sagte, dass ich selbst in Aarhus anrufen würde. Der Arzt dort hörte zu und sagte, sie solle kommen, damit geprüft werden könne, ob sie stationär aufgenommen werden müsse. 

Damit war für mich klar: „Jetzt reicht es mit der Entfernung“. Innen war ich still und gasklar. Kein Drama. Eher dieser Punkt, an dem etwas in einem sagt: So. Jetzt. Zwanzig Minuten später war der Flug gebucht. Kurz danach war ich gepackt. Ich startete von Ampfing Richtung München, unter Strom, in Eile, mitten hinein in einen Lufthansa-Streik.

Meine Schwiegertochter war in diesen Stunden ein Geschenk. Ich versuchte noch schnell einzuchecken, während ich schon unterwegs war, und merkte ziemlich bald, dass ich gleichzeitig fahren, organisieren, denken und fühlen nicht besonders gut kann. Als sie ranging, kamen nach vier Tagen und Nächten zum ersten Mal richtige Tränen. Meine Schwiegertochter half sofort, checkte mich ein und schickte mir die Bordkarte. Ruhig, klar, geduldig. Kein großes Aufheben. Auch mein Mann hielt mich auf seine Weise. Leise, verlässlich, ohne viele Worte. Einer half praktisch. Eine blieb am Telefon. Einer dachte mit. Und ich fuhr los. Eine Stunde später war ich am Flughafen. Fünfzig Minuten danach saß ich im Flugzeug. Ich hatte keine perfekte Lösung, aber ich hatte einen Flug.

Was mich im Nachhinein fast noch mehr beschäftigt als der Flug selbst, ist die Ruhe, die mit der Buchung kam. Nicht weil die Lage gut gewesen wäre. Gar nicht. Sondern weil aus Ohnmacht endlich wieder Handlung wurde. Solange ich nur zuhörte, mitdachte, beruhigte, Eis vorschlug, Duschen empfahl, sie lobte, dass sie sich meldet, und nachts wach blieb, war ich zwar da. Aber ich war gleichzeitig an diese unerträgliche Grenze gebunden: Ich bin da. Und ich bin nicht da.

Mit dem Flug wurde nichts gut. Aber ich war wieder unterwegs. In Kopenhagen nahm ich den Mietwagen. Neue Schilder, neue Wege, neue Abläufe. Ich fuhr los Richtung Randers, wo sie inzwischen lag. Drei Stunden zwanzig hätte die Fahrt dauern sollen. Am Ende wurden es vier Stunden zwanzig, weil mich das Navi zu einer Fähre lotste und nicht zur Brücke. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen: Ich war während dieser ganzen Fahrt dauernd mit Ärztinnen und Ärzten am Telefon. Ich ließ mich führen und dachte nicht mehr selbst.

Um 23.30 Uhr kam ich am Freitag in Randers an. Und dann lag sie da. Meine Tochter. Mein großes Kind. Mit Tropf, mit Schmerzen, mit diesem erschöpften Blick, den man nicht aushält, wenn man ein Kind liebt, egal wie alt es ist. Und gleichzeitig war da sofort Erleichterung. Sie war im Krankenhaus. Sie bekam Flüssigkeit. Das Antibiotikum lief nun intravenös. Sie war nicht mehr allein. Ich war nicht mehr weit weg.Endlich Zuständigkeit. Endlich Menschen, die sich kümmern. Endlich dieses alte, fast kindliche Gefühl: Jetzt sind wir bei den Ärzten. Jetzt wird es gut. Nur, dass der Körper davon nichts wusste.

Die Schmerzen gingen nicht weg. Nicht am ersten Tag. Nicht am zweiten. Nicht am dritten. Sie bekam Schmerzmittel, sogar Morphium. Aber selbst das brachte kaum Erleichterung. Und langsam veränderte sich auch der Blick der Ärztin. Nicht hektisch. Nicht dramatisch. Eher so, wie gute Ärztinnen schauen, wenn sie innerlich anfangen, etwas neu zu sortieren.

Am Sonntag um 16 Uhr kam das CT. Das war der Moment, in dem sich die Geschichte noch einmal verschob. Bis dahin war alles schlimm gewesen, aber irgendwie noch im Rahmen von: schwere Entzündung, Pfeiffersches Drüsenfieber, hohes Fieber, starke Schmerzen. Mit dem CT war klar: Da ist mehr. Nicht nur Entzündung. Da sind Abszesse. Nicht einer, sondern zwei.

Und damit war auch klar: Wir müssen weiter. Gegen 17 Uhr kam der Krankenwagen. Wir mussten zurück in die Klinik nach Aarhus. Die Luftröhre war schon verengt. Sie hatte seit Tagen nichts gegessen und nichts getrunken. Jetzt ging es nicht mehr nur darum, wie weh etwas tat. Jetzt ging es auch darum, kein Risiko mehr einzugehen.

Um 18 Uhr kamen wir in Aarhus Universitätsklinikum an. Und dort war der Ton sofort ein anderer. Heute noch Operation. Keine lange Abwägung mehr, kein weiteres Hoffen, dass es vielleicht doch mit Antibiotika besser wird. Es wurde uns ruhig gesagt. Aber eindeutig.

Dann begann diese merkwürdige Zeit des Wartens. Warten, obwohl längst entschieden ist. Warten auf den OP. Warten mit einem Körper, der schon viel zu lange an seiner Grenze ist. Warten in dieser Mischung aus Anspannung und Müdigkeit, in der man gleichzeitig hellwach und völlig leer ist.

Um 21 Uhr kam sie in den OP. Eine Stunde. Dann Aufwachraum. Es gibt diesen Zustand nach einer Operation, in dem ein Mensch gleichzeitig da ist und noch nicht wirklich zurück. Genau so war sie. Ein sehr gebeuteltes Wesen. Tränen. Müdigkeit. Schmerzen. Wegdämmern. Wieder kurz auftauchen. Wieder weinen. Nicht schön. Einfach nicht schön. Und gerade deshalb war es gut, diesmal nicht 1236 Kilometer entfernt zu sein.

Man kann in so einer Nacht erstaunlich wenig tun und gleichzeitig doch sehr viel. Mund abwischen, einen kalten Lappen holen, Speichel auffangen, trösten, die Hand auflegen, mitatmen, dableiben, wenn jemand selbst gerade nicht gut bei sich sein kann.

Nichts davon ist groß, aber alles davon hilft. Die Nacht ging in Wellen vorbei. Schlaf. Tränen. Wieder Schlaf. Und irgendwann mitten in der Nacht passierte etwas so Kleines, dass man es fast übersehen könnte. Sie schluckte. Aus Versehen. Gar nicht mutig. Gar nicht als Versuch. Einfach so.

Und dann merkte sie: Es tut gar nicht weh. Sie staunte. Sie staunte wirklich. Als hätte ihr Körper ihr gerade eine Nachricht geschickt, mit der sie nicht mehr gerechnet hatte. Am Morgen probierte sie es noch einmal. Diesmal bewusst. Vorsichtig. Und wieder tat es nicht weh. Oder jedenfalls nicht so, wie in den Tagen davor, als selbst Morphium kaum noch etwas ausrichten konnte.

Das war der Punkt, an dem etwas zurückkam, das die ganze Zeit gefehlt hatte: Vertrauen. Nicht das große, feierliche Vertrauen. Eher dieses ganz einfache, körperliche: Ah. Es geht wieder etwas. Es ist wieder Raum da. Es wird gerade wirklich besser.

Der Arzt kam später noch einmal, schaute mit der Kamera durch die Nase nach und sagte, dass alles gut aussehe. Alles, was rausmusste, war draußen. Sie müsse den Tag noch dableiben, drei intravenöse Antibiotikagaben. Aber dann dürfe sie nach Hause.

Und damit stand sie plötzlich wieder da, diese alte Frage. Nur in umgekehrter Richtung. Am Anfang hatte ich mich gefragt: Fahre ich jetzt los oder halte ich die Distanz aus? Jetzt fragte ich mich: Bleibe ich noch oder gehe ich? Ein Teil in mir wollte bleiben. Noch ein bisschen. Noch einen halben Tag. Noch die Nacht. Einfach sicher sein, dass wirklich alles gut ist. Noch da sein dürfen, wo ich doch gerade endlich da war.

Aber sie selbst wollte, dass ich wieder nach Hause fahre. Sie hat mir zugeredet. Nicht im Sinn von: Du musst jetzt gehen. Eher so, wie sie die ganze Zeit gewesen ist: klar, tapfer, liebevoll, mit einem erstaunlich feinen Gespür dafür, was jetzt dran ist. Sie hat mir deutlich gemacht, dass es jetzt Zeit ist zu fahren. Das hat etwas in mir leichter gemacht. Weil es nicht nur ein inneres Ringen blieb, sondern auch ein gemeinsamer Moment wurde. Ein Moment, in dem sie mir gewissermaßen erlaubte, wieder zu gehen.

Das ist ein bisschen das Verrückte an Mutterschaft mit fast erwachsenen Kindern: Erst ringt man damit, die Distanz auszuhalten, weil man nicht zu schnell eingreifen will. Und wenn man dann endlich da ist und es schlimm genug geworden ist, dass Eingreifen richtig war, ringt man kurz darauf schon wieder damit, nicht zu lange zu bleiben.

Nicht weil man weniger liebt. Ganz und gar nicht. Sondern weil Liebe sich verändert. Und weil Vertrauen ihr Fundament ist. Ich sah sie an und wusste: Du hast all das die ganze Zeit über gespürt. Du hast gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Du kennst deinen Körper. Du gehst deinen Weg. Und jetzt geht es nicht mehr darum, dir etwas abzunehmen. Jetzt geht es darum, dich wieder in deine eigene Kraft zurückzulassen.

Wir organisierten das Nötige. Das Internat organisierte ein Taxi, das sie am Krankenhaus abholen und zurückbringen würde. Um 13 Uhr verabschiedete ich mich im Krankenhaus von ihr. Sie blieb noch für die letzten Antibiotikagaben dort. Als ich das hier schreibe, sitze ich am Flughafen in Kopenhagen. Sie ist gerade auf dem Weg vom Krankenhaus zurück ins Internat.

Und ich sitze hier mit Erleichterung. Und mit Stolz. Stolz darauf, wie sie das alles getragen hat. Wie klar sie ihren Körper wahrnimmt. Wie tapfer sie war. Wie sie, selbst in all dem, sie selbst geblieben ist. Und auch mit diesem stillen Wissen, dass mein Bauchgefühl richtig war. Nicht im Sinn von: Ich wusste es besser. Eher im Sinn von: Es war richtig, ihm zu vertrauen.

Am Anfang ging es darum, aus Ohnmacht ins Handeln zu kommen. Nicht länger nur zuzuhören, mitzufühlen, auszuhalten, sondern loszufahren. Und am Ende ging es schon wieder um etwas Ähnliches und doch um etwas ganz anderes: aus Ohnmacht ins Vertrauen zu kommen. Nicht zu bleiben, nur weil man es selbst noch braucht. Sondern zu gehen, weil der andere es wieder kann.

Dazwischen liegen 1236 Kilometer, zwei Krankenhäuser, ein Krankenwagen, eine Operation, eine Nacht im Wachzustand, Hilfe von Familie, gute Ärztinnen, ein Körper, der an seine Grenze gekommen ist, und dieser eine kleine Moment mitten in der Nacht, in dem ein versehentlicher Schluck plötzlich nicht mehr wehtat.

Und am Ende hatte ich noch etwas anderes: die Erfahrung, dass man manchmal genau dann das Richtige tut, wenn man sich weder von Angst noch von Vernunft allein führen lässt, sondern von diesem stillen Punkt dazwischen. Dem Punkt, an dem man merkt: Jetzt ist Handeln dran. Und später: Jetzt ist Vertrauen dran.

Kaum war ich wieder zu Hause, kam doch noch ein Anruf von ihr. Vielleicht, sagte sie, wäre es am Ende doch besser gewesen, wenn ich geblieben wäre. Und auch das gehört wahrscheinlich zur Wahrheit dazu: dass Erleichterung nicht immer gradlinig kommt. Dass ein Körper zwar auf dem Weg der Besserung sein kann und ein Mensch sich trotzdem noch nicht gleich sicher fühlt.

Dass man manchmal schon fast wieder draußen ist aus einer Geschichte und dann ruft sie einen noch einmal zurück. Heute ist Donnerstag. 4 Tage nach der OP und heute Morgen war der erste Moment, in dem sie sagte, dass es jetzt wirklich besser wird.

Und am Ende bleibt diese Frage: Woran merke ich, dass es Zeit ist zu handeln – und nicht mehr nur auszuhalten?


Über die Autorin: Geka Kless ist Coachin und Trainerin – begleitet Menschen in Übergängen, Krisen und Fragen innerer Stabilität. In ihrer Arbeit verbindet sie systemisches Denken, Körperwahrnehmung und einen traumasensiblen Blick auf Beziehungen. Sie ist Mutter von vier Kindern und lebt mit ihrer Familie in Süddeutschland.

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18 comments

  1. Nix für ungut, aber der Text ist schwer auszuhalten. Man reagiert doch bitte sofort, wenn es dem Kind im Ausland anhaltend nicht gut geht! Der Schreibstil ist leider von Wiederholungen dieser abgehackten Sätze geprägt.

  2. Ich finde den Text merkwürdig. So viele Details zum Verlauf, die für andere Menschen doch gar nicht relevant sind… Zum eigentlichen Thema, Beziehung zu Erwachsenen Kindern, werden nur Floskeln gesagt. Ist für mich kein relevanter Text.

  3. Vielen Dank für den Text! Den Aspekt mit dem stillen Punkt – sehr schöne Worte für etwas gefunden, das ich auch kenne.
    Mir gefällt, wie vielschichtig der Text ist. Auch, dass erzählt wurde, dass die Tochter dann doch sie lieber noch länger da gehabt hätte. Läuft einfach manchmal so. Mir gefällt hier die Ehrlichkeit und dass nicht einfach nur etwas zu tun, sondern das hinterfragen. Muss aber auch nicht zu viel werden 😉.
    Also: alles Gute für die Tochter in Dänemark und die ganze Familie!
    Persönlich bin ich sehr gespannt, was es mit mir machen wird, größere Kinder zu haben. Da helfen solche Berichte.
    Also: immer wieder inhaltlich wertvoll, dass es auf diesem Blog auch mal um ältere/erwachsene Kids geht! Lieben Dank dafür. 🎶

  4. Ich möchte mich den Kommentaren hier anschließen. Der Bericht ist seltsam distanziert irgendwie. Wir hatten das hier vor kurzem im Ort, da ist das junge Mädchen verstorben. 19 Jahre , Auslandsjahr in Norwegen. Sie war bis dato kerngesund, Handballspielerin, hatte eine Erkältung, die mit Lungenenembolie endete. Der Vater ist Lehrer hier am Gymnasium.Der Schock sitzt bei allen noch tief. Meine Tochter kannte sie gut aus der Musical AG.Fahrt lieber einmal zu oft hin, vertraut eurem Bauchgefühl. Und ja, eure erwachsen Kinder brauchen euch noch.

  5. Hmmm, ich finde dass es für die Autorin total stimmig klang und sie sehr bei ihrem und dem Gefühl ihrer Tochter geblieben ist. Und dass ist doch das Wichtige, wenn Kinder größer werden, dass es für die jeweilige Beziehung stimmig ist.
    Ich persönlich, wäre wohl auch länger geblieben und früher hingefahren, aber meine Beziehung zu meinem 17-jährigen Sohn ist nun Mal eine ganz andere (ohne Wertigkeit). Ich glaube kaum, dass es da eine außenstehende übergeordnete Wertigkeit gibt, solange die Eltern mit sich, ihrem Kind und den Ärzten im Kontakt ist, was ja der Fall war. Die Rolle des Internats ist mir jedoch auch suspekt, immerhin haben die in diesem Fall doch die Verantwortung getragen? Wurde sie einfach nur nicht näher beschrieben?

  6. Oh, für mich klingt das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter für eine (doch erst!) 17 jährige sehr distanziert, Bestimmt wäre es für das Mädchen schöner gewesen, einen nahen Menschen in so einer extremen Situation noch länger um sich zu haben, denke ich mir. Mit 17 ist man doch noch gar nicht erwachsen.
    Ich weiß noch, ich war 19 oder 20 und mir ging es nicht gut, meine Mutter ist noch am selben Tag die 400 km in meinen Studienort gekommen. Es war dann zum Glück nichts Schlimmes, aber ich habe mich dadurch umsorgt und geborgen gefühlt. Mit 17 dagegen „keine Hilfe annehmen zu können“ empfinde ich nicht als positiv, ganz im Gegenteil.

  7. Hmm, ich muss sagen, dass ich den Artikel sowohl als Mutter als auch als Ärztin überhaupt nicht nachvollziehen kann.
    Wenn eine Patientin nicht schlucken kann trotz Antibiotika seit 2-3d gehört da selbstverständlich nachgeschaut, ein sog. Peritonsillarabszess ( um die Mandeln herum) ist keine so seltene Sache und kann, rechtzeitig erkannt, auch ohne OP behandelt werden.
    Ich frage mich auch, welche Aufgabe die Lehrer in so einem Internat haben. Sind sie nicht verpflichtet, nach Minderjährigen, insbesondere wenn diese krank sind , zu schauen ?!
    Als Mutter wäre ich mit Sicherheit schon viel früher losgefahren, ich kann mir aber auch schon gar nicht vorstellen, ein Kind in einem über 1000 km entfernen Internat zu haben, insofern stellt sich die Frage nicht.

    1. Wenn das die erste Erfahrung war, wie „im Ernstfall“, sprich ernstzunehmende Erkrankungen der Schüler, im Internat gehandelt wird, würde mich das wahrscheinlich dazu bewegen, meine Internatswahl zu überdenken. Immer vorausgesetzt es war so, wie ich es hier verstanden habe, also Gesundheitsfürsorge komplett in der Eigenverantwortung der Minderjährigen.

  8. Der Titel geht am Inhalt des Berichtes vorbei, denn die beschriebene 17Jährige ist schlicht und ergreifend rechtlich noch kein „erwachsenes Kind“.

    1. Genauso sehe ich das auch! Wo sind außerdem die Lehrer/Erzieher/Verantwortlichen des Internats? Das Mädchen ist 17, also noch keine Erwachsene.

    2. Selbst wenn ein wirklich erwachsenes „Kind“ im Ausland schwer erkrankt und niemand Nahestehendes vor Ort ist, würde sich die Frage doch eigentlich nicht stellen? Vorausgesetzt natürlich, man hat ein gutes Verhältnis zueinander

  9. Mich als Leserin beschleicht das Gefühl, dass die Mutter vielleicht zu spät zur Tochter nach Dänemark gefahren ist, aber ganz sicher zu früh wieder nach Hause gefahren ist.
    In der zeitlichen Darstellung waren es wohl kaum zwei Tage.
    Wir erfahren Vieles nicht: Warum ist die 17Jährige 1200 Km entfernt in einem Internat in einem anderen Land? Warum wollte die Tochter, dass die Mutter so schnell wieder fährt?
    Das alles geht uns vielleicht gar nichts an, aber die Gedanken stellen sich doch….

  10. Vielleicht passt es für die beiden, Mutter und Tochter….aber im Leben wäre ich nicht wieder gefahren, wenn mein Bauch was anderes sagt. Auch nicht, wenn mein Kind sagt, dass ich ruhig wieder fahren soll. Ich weiß nicht, dass klingt für micht nicht so, wie es für mich und mein Umfeld laufen würde.

  11. Wichtiges Thema!

    Aber der Text ist so dermaßen pseudotiefsinnig formuliert, so dermaßen Lifecoach-mäßig, dass er beim Lesen nicht nur weh tut, sondern einfach wie Werbung rüber kommt.

    1. @Tascha Das habe ich auch gedacht. Ich habe mittendrin aufgehört zu lesen, obwohl ich das Thema an sich sehr interessant fand.

    2. @tascha
      Ich konnte den Text auch schwer lesen, weil er eindeutig mit KI erstellt ist und durch immerkehrende Wiederholungen in der Formulierung sehr unnatürlich wirkt.

  12. Mmh…. Meine Tochter ist auch 17 Jahre alt. Ich sehe sie auf dem Weg zu einer jungen erwachsenen Frau. Aber noch habe ich die Verantwortung. In einer emotionalen und gesundheitlichen Notlage gibt es für mich nur einen Weg. Dasein und Bleiben. ( leise und unaufdringlich, aber präsent)
    Aber jeder / jede ist da anders ! Ich freue mich für die Autorin , dass es der Tochter besser geht und sie einen guten Weg gefunden haben .

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