Teenager: Müssen sie echt bis 15 Uhr pennen?

Teenager

Foto: freepik

Ihr Lieben, hier kommt mal wieder eine spannende Elternfrage zum Thema Teenager. Während wir uns mit kleinen Kindern wünschen, dass die endlich mal länger schlafen, fragen wir uns mit Teenies, wann die denn endlich mal aus den Federn gekrochen kommen. Unsere Leserin Ulrike würde gerne mal eure Meinung hören.

Wie lange schlafen eure Teenager?

Ich habe drei Kinder, die Älteste ist 12 und steht somit erst am Anfang der Teenagerzeit. Die Kinder meiner Freundinnen sind allerdings älter und ich höre immer wieder, dass die Teenies erst gegen 14 oder 15 Uhr in den Ferien und am Wochenende aufstehen – und dafür dann natürlich auch erst spät in der Nacht schlafen. Und ich frage mich: Warum?

Ich verstehe total, dass die Teenies am Wochenende ausschlafen wollen und ich weiß auch von mir selbst: Als ich noch in Clubs gegangen bin, habe ich auch länger geschlafen. Aber Teenies mit 14, 15 oder 16 gehen doch noch gar nicht so lange abends aus, dass sie bis 14 Uhr ausschlafen müssten – oder verstehe ich irgendwas nicht?

Ich finde das so schade, wenn die Teenies erst nachmittags aus ihren Betten kriechen, da ist doch der halbe Tag verschwendet und die Umstellung zum normalen Aufstehen unter der Woche brutal schwer.

Ich habe daran gedacht, wie das bei mir mit 14 oder 15 so war. Meine Eltern hatten einen Betrieb und mussten auch am Wochenende oft früh raus, sie haben uns aber dann immer gegen halb 10 oder 10 geweckt – einfach, damit das Wochenende nicht nur vergammelt wird. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich mal bis 15 Uhr geschlafen hätte (nicht mal in meinen Club-Zeiten).

Ich weiß ja, dass hier viele Mamas mit Teenies mitlesen und ich möchte mich einfach auch ein bisschen darauf vorbereiten, was noch auf mich zu kommt. Daher würde ich mich total über Austausch freuen. Wie lange bleiben eure Teenies am Wochenende wach und wann stehen sie auf? Wenn sie so lange schlafen: Findet ihr das gut oder irgendwie schade? Danke für eure Erfahrungen.

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21 comments

  1. Ich habe drei Kids (10, 15, 18) und ständig den Freund der Tochter (18)da.
    Ich arbeite unter der Woche. Da sehen wir uns abends. Am Wochenende möchte ich wenigstens einen Mittag zusammen mit ihnen essen. Ich habe nicht vir, aus der Familie eine WG zu machen.
    Sie schlafen gern bis 13/14 Uhr. Und es nervt mich wahnsinnig. Ich finde es rücksichtslos und egoistisch. Ich bin alleinerziehend, alleine für das Einkommen, fürs Einkaufen, fürs Kochen, für Wäsche waschen, putzen usw zuständig. Ich halte es für zumutbar, um 13h am gedeckten Tisch zu sitzen.

  2. Mein Mann und ich haben kein Problem damit, wenn unsere Teenies (17,15,12) am Wochenende ausschlafen. Wir genießen stattdessen die morgendliche Ruhe und Zweisamkeit. Die hat sich insgesamt halt eher von abends auf morgens verlagert, aber das stört uns nicht. Stattdessen bin oft dankbar über den Freiraum, den ich/wir in den letzten Jahren wiederbekommen habe/n. Ich vermute, dein Problem rührt daher, dass deine Eltern dir vermittelt haben, den Tag zu vertrödeln sei etwas negatives. Wenn es bei euch soweit ist, sprich doch einfach mit deinen Kindern darüber. Vielleicht findet ihr einen Kompromiss, mit dem ihr alle glücklich seid, ähnlich wie es deine Eltern scheinbar auch geschafft haben. Aber deine Freundin mit den Teenie Kindern hat auch das Recht es so zu handhaben, wie es für sie und ihre Familie passt. Auch wenn das vollkommen anders ist, als du es dir vorstellst.

  3. Haben die Eltern, die noch die Langschläferei ihrer Teenies kontrollieren/strukturieren denn kein eigenes Leben?

    Bitte- lasst doch Eure Kinder EINFACH mal in Ruhe.

  4. Ganz ernst gemeinte Frage: schlafen die Teenies tatsächlich so lange? Oder haben sie Handy, Tablet und co im Zimmer und wechseln immer zwischen schlafen, daddeln, dösen usw.?
    Und was machen sie abends, wenn sie so lange auf sind? Ich kann mir so einen Tagesablauf einfach nicht vorstellen, weil es bei mir als Teenie ganz anders war, ohne dass meine Eltern mich geweckt haben – aber ich bin als Teenie definitiv vor Mitternacht ins Bett, vermutlich eher vor 23 Uhr. Und hatte auch viele Hobbies für die ich auch am Wochenende (vormittags) Termine hatte.

  5. In der Pubertät sind viele Hormone durcheinander. Unter anderem Melatonin, das Schlafhormon. Es wird später gebildet, dementsprechend abends später müde und vormittags länger im Bett. Das Gehirn arbeitet in der Zeit auch auf Hochtouren und diese ganzen neuen neuronalen Verbindungen brauchen – ähnlich wie bei Babies – extra viel Ruhe. Dazu gibt es Studien, die zeigen, dass viel schlafende Teenies kognitiv bessere Leistungen bringen.

    Also: Mut zum Pennen!

  6. Müssen sie? Nein müssen sie nicht. Nicht jedes Wochenende, nicht beide Tage des Wochenendes. Hat nicht jede Familie irgendwie eine Tagesstruktur, die durch gemeinsame Mahlzeiten und Unternehmungen gekennzeichnet ist? Sind die Murmeltiere, die da bis zum Nachmittag pennen, nicht auch in irgendwelche Pflichten eingebunden? Gibt es jüngere Geschwister, für die in der Familie ganz andere Pläne anstehen? Und wann ist dann am Abend mal Ruhe im Haus? Wie lange geistern die dann Hellwachen herum? Ich hätte und habe schlafen bis 15 Uhr nicht zugelassen, denn ist letztlich rücksichtslos.

    1. Naja, rücksichtslos ist es aber auch, einen Tagesrhythmus durchzuziehen, der elementare Bedürfnisse der Jugendlichen, wie z.b wenigstens ein oder zwei Tage pro Woche mal auszuschlafen, übergeht. Wenn man als Eltern abends mal das Wohnzimmer für sich haben will, dann lassen sich sicher Absprachen treffen. Aber die Zeiten ändern sich, abends Ruhe ab 20 Uhr ist halt irgendwann vorbei, dafür wird man morgens nicht mehr um 7 geweckt, das hat auch was.

    2. @Verona: kommt mir unnötig harsch vor.
      Könnte mir vorstellen, dass Jugendliche dann halt komplett dichtmachen und die Freude über gemeinsame Familienzeit sich dann in Grenzen hält. Pflichten können doch trotzdem erfüllt werden?

    3. sie geistern abends nicht rum. sie sind einfach in ihren Zimmern. klsr hörz msn sie nal telefobieren uns bestenfalls dann mit ihren Freunden lachen Ab und zu gucken sie auch mal mit uns einen Film oder bleiben nsch dem Abendessen länger sitzen zu schönen Gesprächen. Die laufen da ja nicht mehr übetdreht und schreieny durch die Wohnung wie müde Kleinkinder! sprich mit Teenagern hat man morgens und abends mehr Ruhe. Ubter tags eihtl auch… man sieht sie ja kaum noch da freut man sich wenn sie mal da und laut sind! :))

  7. Bei uns werden sie zum gemeinsamen Mittagessen am We sanft aber bestimmt rausgetrommelt… das kann um 12 sein aber auch erst später , je nachdem wie wir es schaffen. Noch ist die totale Ruhe am Morgen ungewohnt aber auch mein Mann und ich fangen an wieder länger zu schlafen oder unsren zweisamen kaffee in der Früh zu geniessen.

    die kinder kommen zum Essen meist ganz gern und dürfen sich danach auch wieder hinlegen.

    wenn ein Familienfest etc ansteht wissen sie mehrere Tage davor Bescheid dass sie da früh aufstehen müssen, was sie meistens aber nicht davon abhält doch erst um mitternacht frühestens schlafen zu gehen.
    Durch das Vorbild der Grossen angesteckt ist auch unsre Jüngste mit grad 11 Jahren auch schon eher spät auf und spät im Bett am We.

    da ich selber absolut kein frühaufsteher bin vor allem jetzt im Winter geniesse ich es sehr nicht mehr um 7 oder gar früher parat stehen zu müssen!

  8. Ich habe auch länger damit gehadert, bis mir ein befreundeter Arzt erklärt hat, dass sie den Schlaf einfach brauchen. Denn auch ihr Biorhythmus stellt sich um. Wir haben verabredet, dass es am Wochenende eine Mahlzeit gemeinsam gibt, das ist uns allen wichtig. Ansonsten lasse ich meinen 16jährigen Sohn schlafen so lange er möchte. Ins Hamsterrad aus Verpflichtungen und früh aufstehen etc kommen sie noch früh genug bzw. Haben sie es durch die Schule sowieso.

  9. Meine Tochter ist fast 15, sie merkt selbst, dass sie am Vorabend schlecht schlafen kann und stellt sich deshalb am Wochenende einen Wecker auf 9 oder 10 Uhr. Für Unternehmungen oder Termine werden schon mal Zeiten verabredet.

  10. @Steffi: ich finde Deinen Ansatz gut.
    Mal abgesehen davon, dass sich wissenschaftlich nachgewiesen der Schlafrhythus bei Jugendlichen verschiebt, wird das auf längere Sicht die einzige Lebensphase sein, in der sie eigenbestimmt so schlafen können, wie sie wollen. Der Ausgangsartikel kommt mir sehr altmodisch vor…. „verschwendete Zeit“, etc.
    Wenn es soweit ist, könnte man ja „zum äussersten“ schreiten, und mit den eigenen Kinder einfach mal reden.
    Meiner Erfahrung nach kristallisiert sich in diesem Alter auch heraus, ob man Lerche oder Nachtigall ist.

  11. Meine Kinder sind 13 und 16 und schlafen am Wochenende sehr lange. Zum einen weil sie Schlaf nachholen zum anderen wei sie sehr lange wach bleiben. Ich finde das ok, sie sind im Schulalltag so fremdbestimmt, sie brauchen es, dass sie in der freien Zeit selber über ihre Zeit bestimmen können.
    Am Wochenende schlafen Sie locker auch mal mehr als 12 Stunden. Wenn ich Ihnen das nicht lassen würde, würden sie die Schulwoche zum Teil einfach nicht durchhalten.

  12. Meine 2 großen Jungs schlafen auch ewig am Wochenende. Der älteste (15) kommt sogar manchmal nur aus seinem Zimmer um aufs Klo zu gehen, Essen zu holen. Den sehe ich in den Ferien und am WE nur so ca 15 Minuten am Tag (außer er will was von mir). Ich muss darüber innerlich schmunzeln und lasse ihn. Wer nicht da ist – der fängt auch keinen Streit mit Eltern oder Geschwistern an. Abends geht er spät ins Bett. Oft nach 12, unter der Woche ist es auch mindestens 10.
    der jüngere ist fast 14 und schlägt in die selbe Kerbe. Ist nur noch nicht so extrem.
    Was der Große in seinem Zimmer macht? Die meiste Zeit liegt er mit der Katze im Bett und hört Hörbücher. Die Tür muss zubleiben, damit O-Ton „kein unerwünschtes Gesindel“ rein kommt.

    So ist es halt, die werden schon wieder auftauchen die Teenies.
    Auf Pubertät kann man sich nicht vorbereiten. Das läuft bei jedem anders. Finde das spannend, fordert einen je nachdem aber auch ganz schön 😂

  13. Deinen Ärger kann ich sehr gut nachvollziehen. Unser Ältester ist jetzt 16 und würde wahrscheinlich auch bis 15 Uhr schlafen wenn er könnte. Aber wir haben auch einen Betrieb und da muss eben auch mal mitgeholfen werden. D.h. um sieben Uhr morgens antreten. Fiel ihm anfangs schwer aber mittlerweile wird sogar die Freizeit danach gestaltet, was ich echt gut finde. Die Teenies müssen schließlich auch lernen, Verantwortung zu tragen und zu lernen, dass der Lebensunterhalt nicht von alleine reinschneit. Wenn er sich dann nachmittags wieder aufs Ohr haut ist das ok für mich 😉

  14. Bei meinen eigenen Eltern gab es damals immer um 9 Uhr Frühstück. Das war fest gesetzt. Ich bin aber tendenziell eher eine Frühaufsteherin und hatte damit kein Problem. Meine Kinder sind erst 11 und 12 Jahre alt, daher habe ich mit extrem langen Schlafenszeiten auch noch keine Erfahrungen. Ich bin gespannt, wie es bei uns mal sein wird.

  15. Hallo,
    meine Tochter ist 18 und ich erlebe es oft so, dass sie am Wochenende Schlaf nachholt. Sie kommt unter der Woche abends ganz schlecht ins Bett, muss wegen Schule aber um 6 Uhr raus und schläft dann oft nur 5-6 Stunden. Für mich wäre das sogar ausreichend, Teenies brauchen aber einfach viel mehr Schlaf, so mein Eindruck. Und am Wochenende schläft sie dann manchmal 12 Stunden bis halb 1. (15 Uhr kommt eher selten vor…) Ich finde das toll, dass sie das so kann. Grade jetzt im Winter finde ich es aber schon auch schade, dass es schon fast wieder dunkel wird, ehe sie so in die Gänge kommt. Aber auch bei meinem 13jährigen erlebe ich, wie das jetzt los geht, dass er abends einfach nicht müde wird und es super schwer ist, ihn mal ins Bett zu bekommen. Das ganze Hormonsystem stellt sich um…

  16. Ich lasse meine Kids (15&17) so lange schlafen wie sie möchten. Ich finde Wochenende und Ferien sind doch dazu da das zu machen worauf sie Lust haben und wenn es grad rumgammeln ist dann ist das so. Was ich für sinnvoll und schön halte muss den beiden ja nicht mehr gefallen. Wer definiert verschwendete Zeit und wer bestimmt wann jemand genug rumgelegen hat…
    Ich frage ob wir etwas zusammen unternehmen wollen und sag dann auch eine Zeit an akzeptiere aber auch wenn sie nicht möchten.

    1. Toll! Das klingt nach einem entspannten Familienleben und richtig schön wie die Grenzen und Wünsche der Kinder beachtet werden… 😃
      So möchte ich das auch handhaben, wenn wir in diese Altersphase kommen. Ich hoffe, dass ich das schaffe und mich entsprechend zurücknehme, jedoch trotzdem immer wieder bereit bin, Angebote zu machen …

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