Ihr Lieben, ich bin von ganzem Herzen Fußballmama. Ich habe das nicht forciert, es ist so passiert, aber wir sind mittlerweile seit über einem Jahrzehnt im Game und ich liebe es. Ich brauche einen Meter Abstand zu allen anderen am Spielfeldrand, ich gehe mit, ich fühle mit, ich liebe die Eleganz auf dem Feld, ich liebe die Emotionen und ich bin ein echter Ultrafan.
Verpasse ich mal ein Spiel, leide ich insgeheim und hab mein Auge immer heimlich auf dem Liveticker, um zu schauen, wie sich unsere Jungs so schlagen. In einem Artikel, den mir mein Mann jüngst zeigte, stand, dass Jungs im Kindesalter einfach viel mehr mit erwachsenen Frauen zu tun haben, als mit Männern.
Da ist die Kitaerzieherin, da ist die Grundschullehrerin und ja, in den meisten Familien ist es leider auch immer noch so, dass eher die Mama Teilzeit arbeite und dadurch im Alltag präsenter ist als der Papa. Der Fußball (oder ein adäquater Sport im Jugendalter) würde dann plötzlich auch verlässliche männliche Vorbilder liefern. Den Trainer, den Schiri, die Mannschaften in den Jahrgängen drüber…
Hier mischen sich die Schichten, die Herkünfte, hier geht es um Teamgeist und Muskelkraft, um Scouts und Erfolge, um Verluste und Verletzungen, ums Weiterkommen und Wiederaufstehen, wenn man mal am Boden liegt. Und alles ist so herrlich klar und einfach:
Es gibt „Gut“ und „Böse“, die Lieblingsmannschaft und den Gegner. Und die Gefühle am Rande sind so herrlich echt, so unmaskiert und rein, so entlarvend manchmal, aber auch so amüsant in der Beobachtung (solang es nicht um Gewalt geht, auch das kommt natürlich vor, aber das ist hier nicht gemeint).
Ich bekomme mit, wie sich die Mannschaften auf dem Platz nichts gönnen und sich dann später die Hand geben, auch mal zusammen lachen, sich vielleicht sogar entschuldigen, sich möglicherweise aus dem Jahrgang vorher kennen, wo sie vor dem Vereinswechsel mal zusammengespielt haben.
Ich mag´s, wenn unsere Jungs beim Abendessen so lebhaft vom Training erzählen, wenn sie uns in der Küche Spielzüge nachstellen, wenn sie sich aufregen oder abklatschen und von ihren hohen Ambitionen erzählen. Wenn sie Trainerentscheidungen in Frage stellen oder ihnen ein ganz besonderer Spielzug geglückt ist.
Ich habe meine Jungen bereits auf Fußballplätzen verbracht, ich war Fan der Mannschaft meines großen Bruders, dauernd war ich verliebt in irgendjemanden aus dem Kader, oft hab ich mich aber auch gelangweilt und deswegen mein Einrad mit zum Platz genommen, um Zirkus-Kunststücke zu üben. Dreimal durfte ich als Maskottchen sogar mit auf Mannschaftstour nach Spanien. 24 Stunden Busfahrt inklusive.
Noch heute, auch mit meinen Söhnen, mag ich das Raue, das Echte, das Hoffnungsvolle, das Bewegte, die Spannung. Den Zusammenhalt, wenn jemand Hilfe nach einem Foul braucht. Wir haben – natürlich – auch schon Gegnerhände gehalten, wenn die Eltern nicht mit waren und wir auf den Krankenwagen warteten.
Wie viele Trainings hab ich mir angeschaut, weil es sich nicht lohnte, heimzufahren. Die Strecken auf dem Land sind einfach manchmal zu weit. Ich hab mir die Laufklamotten eingepackt und es selbst als Sportzeit genutzt, hab mir ein neues Buch gegönnt und einfach gelesen, hab den Laptop auf den Schoß genommen und dabei Texte geschrieben und gearbeitet.
Bei meinen Kindern, aber nicht zuständig für sie. Dieser Außenblick war immer einfach das Schönste, als sie noch kleiner waren. Sie beobachten, aber nicht Ansprechpartner sein, nichts erklären oder rumerziehen müssen, dafür war in dieser Zet dann der Trainer da.
Die schönste Entspannung und auch die Möglichkeit, unfassbar stolz zu werden. Sie mal zu beobachten. In einem anderen Kontext. In ihrer Leidenschaft. In ihren Verlusten und Siegen. In ihrer Gruppe, ihrem Team mit all der Dynamik, die das mit sich bringt.
Oh, aber natürlich hab auch ich mit meinen Mitmüttern und -vätern geflucht. Wenn es mal wieder zu windig und regnerisch war und es keinen Unterstand gab. Wenn wir wieder anderthalb Stunden vor Spielbeginn im Nirgendwo aufschlagen mussten.
Gott, was haben wir alles für Ecken des Bergischen Landes kennengelernt! Wie froh ich da immer über mein Navi bin, meine Eltern mussten immer noch Landkarten aufschlagen, um zu den abgelegensten Plätzen zu kommen…
Für immer Fußballmama
Aber all das sind Erinnerungen, die ich in mir trage. Wie unsere Zwillinge so arg in Konkurrenz gingen, dass wir dachten, es sei eine gute Idee, einen aus dem Feld zu nehmen und ihn als Torwart zu platzieren. „Maschine“ rufen sie, wenn er den Kasten sauber hält, „Krake“! Es war eine gute Idee! Die Talente sind so gut verteilt.
Wie wir das eigene Kind oder in meinem Fall die eigenen beiden schon beim Einlaufen an ihrem Gang erkennen. Von weitem. Wie wir von hinten sehen, wenn sie sich ärgern oder freuen. Wie wir am Schrei beim Fall hören, ob hier markiert wird oder eine echte Verletzung vorliegt. Wie wir vorm Spiel extra Nudeln kochen und an Trainingstagen extra später zu Abend essen.
Wie viele komische Plastikkügelchen wir aus Stutzen geholt, wie viele Lüftungsaktionen wir für die stinkenden Schienbeinschoner, wie viele Trikots und Wärmeshirts wir gewaschen haben. Wie wir Siege abgefeiert und Verluste weggetröstet haben. Wie wir rote Karten besprochen und Verletzungen vorgebeugt haben.
Wie wir Mitspieler haben kommen und gehen sehen, wie irgendwann ein Vereinswechsel anstand, wie ein geflüchtetes Kind aus der Mannschaft plötzlich eine neue Familie bei einem Mitspieler fand. Wie unsere Kinder wuchsen, wie die Stimmen dunkler wurden, die Gesichter bärtiger, die Gesten maskuliner.
Und wie wir dann kurz innehalten und verstehen, dass das hier nicht nur Fußball ist, sondern die Kindheit. Die Jugend. Das Leben unserer Kinder. Das stattfindet, vor unseren Augen. Und wie wir dann merken, wie besonders das war und ist. Die Jahre am Spielfeldrand, die Gespräche auf den Fahrten hin und zurück. Das gemeinsame Erlebnis. Wie viel Leben da drin liegt. Wie viel Glück.
Und dann denken wir: Danke für all das. Einfach: DANKE für Intensität und Wahnsinn. Für Dankbarkeit und bewegtes Leben. Denn was jetzt noch zum Alltag gehört, wird später unsere süßeste Erinnerung sein. Davon bin ich überzeugt. Ihr auch?

14 comments
Vielen Dank für den schönen Text! Er macht mir riesige Vorfreude auf alles, was noch vor uns liegt.
Unser Sohn (fast 6) spielt im Verein seit er 4 ist. Es ist also erst unsere zweite Saison bei den Bambinis, aber ich fühle alles so sehr, was in dem Artikel steht. Der Kleine war soooo glücklich als er endlich alt genug für den Fußball-Verein war. (Seit er laufen kann, hat er einen Ball am Fuß und wirklich immer dabei. So wie andere Kinder Lieblingskuscheltiere haben, hatte er Lieblingsbild, die am Besten auch direkt neben dem Bett schlafen sollten…)
Für uns als Familie waren die 1,5 Jahre Vereinsleben bisher toll. Wir haben nette andere Eltern kennengelernt. Engagierte Trainer erlebt und er lernt so viel über Zusammenhalt, mit Niederlagen umzugehen, Siege zu feiern und auf sich selbst stolz zu sein. Die leuchtenden Augen nach dem ersten gewonnen Hallenturnier und weil die ganz Kleinen von den ganz Großen gefeiert wurden, werde ich nicht so schnell vergessen.
Für den Rest der Familie sind es einfach nette Ausflüge am Wochenende (auch nicht jedes Wochenende, sondern eher jedes zweite Wochenende, und auch nur wenn man vom Trainer aufgestellt wurde.) Viele Fußball Plätze haben schöne Spielplätze, ein Beachvolleyball-Feld (= Sandkasten für kleine Geschwister), eine Laufbahn (=Rennstrecke für Laufräder der kleinen Geschwister) und bei Turnier im Freien wird vom Gastgeber häufig noch eine Hüpfburg oder Ähnlich organisiert. Ich empfinde es absolut nicht als Belastung, dass wir dort hin „müssen“, sondern wirklich als Bereicherung oder mindestens netten Ausflug an der frischen Luft mit viel Bewegung.
Ein sehr schöner Artikel.
Unsere Tochter spiel seit sie 5 war Fußball und ich kann vieles nachvollziehen. Obwohl ich selbst Fußball nicht besonders mag.
Zur Erklärung an die Kritiker in der Runde: ein Spiel belegt meist einen halben Tag, damit steht der Familie noch viel Wochenende zur Verfügung. Unser Sohn ist heilfroh, dass er mal einen halben das Haus nur für sich hat. Es ist auch weit nicht jedes Wochenende betroffen. Unsere Maschine wäscht ohne aktive Betreuung und auf- und abhängen der Trikots übernimmt das Sportkind.
Das Training, die Wettkämpfe, die Sportfeste – das alles gibt so viel Struktur und sinnvolle Beschäftigung.
Ich kann das nur empfehlen.
ich glaube das ist es was vielen daran gefällt: die feste struktur, das gibt Sinn und Sicherheit und man muss ganz oft auch gar nicht überlegen was man macht weil der Fussball und Trainings/ Spielplan es ja vorgibt. Macht die Freizeitgestalung also einfacher und ganz kleine Geschwister die daneben noch mit Laufrad fahren oder sandkasten zufrieden sind , sind später wahrscheinlich auch damit zufrieden am Platz zu stehen weil sies nicht anders kennen oder spielen dann selber.
klar sport ist gut und wichtig und richtig aber es muss nicht in dieser krassen intensität sein , es würde meines Erachtens auch reichen 1- 2x unter der Woche einfach im Ort zum Spass zu spielen, zumindest für all diejenigen die sowieso nicht zum Profi fussball gehen werden/ wollen.
Die vorgegebene Struktur ist sicherlich manchmal ganz schön, aber aus meiner Sicht bei weitem nicht das Wichtigste oder der größte Vorteil.
Das Spielen zum Spaß einfach vor Ort auf einem Bolzplatz oder so, funktioniert nach meiner Erfahrung spätestens ab einem gewissen Alter einfach nicht mehr. Die Kinder, die Fußball spielen möchten, sind dann einfach mehrheitlich im Verein zum Training und verabreden sich ggf. beim Training noch zusätzlich auf dem Bolzplatz. Wer aber unter der Woche im Verein trainiert, der möchte auch unbedingt am Wochenende spielen. Zumindest bei uns sind Kinder traurig, die nicht aufgestellt werden und nicht spielen dürfen. Für die Trainer ist es auch unschön, wenn sie ehrenamtlich unter der Woche die Kinder trainieren würden und am Wochenende stehen sie alleine da, weil die Eltern keine Lust auf Fahrdienste haben. Wobei das bei uns eher nicht vorkommt, wer aufgestellt wird, kommt und spielt (außer bei Krankheit oder Urlaub natürlich).
Oh ja, ich unterschreibe jedes Wort! Meiner spielt seit der ersten Klasse im Verein in einer tollen Mannschaft! Das trägt so sehr durch die Jugend und auch blöde Zeiten… dabei haben sie tolle Trainer, die den Jungs seit Jahren zur Seite stehen. Das ist so wertvoll! Dafür nimmt man doch diese ewig stinkenden Fußballschuhe und Schienbeinschoner gerne in Kauf 😉! Doch gebe ich, dass ich manche Spiele nur schwer schauen kann, vor allem wenn es körperlich wird, da leide ich mit! Und ich sehe auch schon am Gang von meinem Sohn, ob er glücklich vom Feld kommt, oder ob er nur gerade noch die Tränen zurück hält. Es ist schon ein harter Sport! Meine Tochter macht seit einiger Zeit Tuchakrobatik, das ist wieder voll die gegensätzliche Welt… Glitzeranzüge, Make Up und kunstvolle Frisuren. Die Aufführungen machen regelmäßig Gänsehaut und lassen mich die Luft anhalten. Jetzt ist sie noch ins Cheerleading eingestiegen und ich bin gespannt, wie es mir geht, wenn ich Pfingsten bei ihrer ersten Meisterschaft zusehe! Bisher haben wir das nur bei der Nichte gemacht, und das war schon aufregend! Ich finde es einfach toll, wenn man als Eltern so mit seinen Kindern mitfiebern kann, das verbindet ungemein!
Also ich glaube ich werde das nie verstehen. Wieviel Zeit da drauf geht die man auch mit anderen, viel vielfältigeren Familiendingen ausfüllen kann. Wie sehr auch da alle am Fussball kleben müssen, was ist mit Geschwisterkindern, die kein Fussball spielen? Was mit dem Partner der vielleicht nicht zu jedem Spiel mitfährt? Da muss man echt eine Leidenschaft dazu entwickeln um da bei Wind und Wetter auch noch die ganzen Wochenenden ( die Spiele sind ja oft am We ) drauf gehen zu lassen . absolut nichts für jeden!! Dazu noch die ganze zusätzliche Wäsche zur normalen, die Spritkosten für die Fahrerei, klar man wechselt da sicher auch mal ab aber dennoch… wie gesagt da muss die ganze Familie glaub mit viel Leidenschaft dabei sein damit sich all die Zeit nicht wie verschenkt oder wie ein grosses Opfer für den Rest anfühlt meiner Meinung nach.
Endlich sagt es mal einer. Ich kann Fantasia nur zu stimmen!!!! Es gibt so viele abwechslungsreiche und schönere Aktivitäten, die man in FAMILIE machen kann, wo alle auf ihre Kosten kommen. Ich hätte NULL Bock JEDES Wochenende auf dem Fußballplatz sein
zu müssen. So was muss man echt wollen.
Mein Tochter macht Leichtathletik. Ja, auch da sind Wettkämpfe, aber nicht jedes Wochenende und man ist auch nicht verpflichtet daran teilzunehmen. Wenn man nicht kann, sagt auch keiner was.
Ich kann das auch nicht nachvollziehen. Ich hab diesen Blog echt gern gehabt und auch gern gelesen.
Aber mittlerweile kommen nur noch Beiträge, die belanglos sind. Ohne wirkliche Tiefe
Liebe Fanny, diese Kritik kann ich an dieser Stelle hier wirklich null verstehen. Lisa beschreibt etwas sehr persönliches, etwas aus ihrem Alltag, was ihr große Freude bereitet und du sagst, es ist belanglos..Was wären denn für dich Themen von Belang?
Mir geht’s tatsächlich auch eher so. Beziehungsweise finde ich es toll, dass mein Sohn diesen Sport hat, einfach Bewegung, gemeinsame Erlebnisse, das ist wertvoll. Trotzdem werde ich froh sein, wenn er irgendwann aufhört (13 ist er jetzt), weil es mich schon nervt, wieviel man da investieren muss, Fahrerei, die Wochenenden werden davon dominiert. Und ich kann mit den anderen Eltern da so wenig anfangen, die sind so gar nicht meine Welt, wie sie da stehen, rauchen, lästern. Selten, dass sich mal ein nettes Gespräch ergibt. Trotzdem finde ich es für meinen Sohn toll und unterstütze ihn. Für mich könnte ich aber gut drauf verzichten.
Beobachtung einer Nachbarfamilie mit einem Fußballsohn ergeben eine eben solche Begeisterung der Eltern. Der Sohn wird mehrfach wöchentlich vom Training abgeholt (hinfahren tut er selbst), die Wochenenden sind seit der Pampersliga von Fußball bestimmt. Inzwischen sind es auch Auswärtsfahrten, Trainingslager.
Nun hat der Fußballsohn aber eine Schwester, die 2 Jahre älter ist als er. Die Eltern waren noch bei keiner Tanzvorführung, haben sie nie vom Training abgeholt….
Ich hätte es als Mutter, als Frau, als Mensch niemals gewollt, mein Leben auf dem Fußballplatz zu verbringen und kann der Schilderung nur mit Entsetzen folgen.
Ein toller Text! Vielen Dank! Ich habe mit Fußball wenig am Hut, aber die Begeisterung für diesen hier fantastisch gelebten Familiensport kommt so gut rüber, dass ich ganz gerührt bin.
Bei uns heißt der Sport „Reiten“ und meine Tochter ist bei Wind und Wetter auf dem Pferd, in der Natur und mit andern pferdebegeisterten Kids zusammen, momentan diese Woche von 9-17 täglich auf Ferienfreizeit! Über 10h Handy-Nutzung am Tag brauche ich mir glaube ich keine Sorgen zu machen. 😂
Danke für diesen Artikel, kann ich alles so unterschreiben.
Bei uns heißt der Sport Eishockey, vielleicht eine Nummer intensiver, körperlich gesehen, aber auch was Zeit und Fahrten angeht…
Da sind die Jungs mittlerweile oft das ganze Wochenende zu weit entfernten (5+Stunden Fahrtzeit) Gegnern im Bus unterwegs. Das Team ist die zweite Familie..
Aber Probleme mit Schule, Alkohol usw hatten wir nie…
Und er lernt für’s Leben, Organisieren, Durchhalten, wieder aufstehen, fürs Team einsetzen, zusammen gewinnen und verlieren…
Wir lieben es…
Genau so, liebe Lisa, empfinde ich das auch! Ich habe auch zwei Jungs, die von kleinauf Fußball spielen. Wahnsinn, was da auf und neben dem Platz abgeht. Ich bin voll dabei und scheue keine Uhrzeit, kein Wetter und keine Fahrstrecke zu den Spielen. Freue mich auf heißen Kaffee, Mantaplatte und nette Gespräche mit anderen Eltern am Spielfeldrand. Und ich möchte einmal allen Trainern meinen Dank aussprechen, die sich mit unglaublich viel Zeit, Kraft und Nerven im Kinder-/Jugendsport meist ehrenamtlich engagieren. Das wird viel zu wenig anerkannt und oft zu wenig gelobt. Dem gegenüber stehen leider bisweilen Eltern (meistens Väter), die durch Pöbeleien und Beleidigungen am Spielfeldrand auffallen. Schrecklich, wie von diesen eine unnötige Aggressivität auf das Spielfeld unter die Kinder getragen wird. Auch bei wenigen Trainern geht bisweilen der persönliche Ehrgeiz mit ihnen durch. Aber immerhin können diese durch den Staffelleiter des DFB verwarnt werden im Gegensatz zu den Eltern.
Insgesamt haben meine Jungs, mein Mann und ich durch diesen Sport seit über acht Jahren viel zusammen erlebt und gelernt und Spaß gehabt oder auch Tränen geweint bzw. getröstet. Und ehrlich: so nah dran an den 15 jährigen Jungs mit ihren kieksenden Stimmen wie auf der langen Autorückfahrt von einem Auswärtsspiel nach Hause ist man selten. Die Erschöpfung, kalte Füße, Hunger, Siegesfreude, Schweiß und Tränen, die verschwundene Trinkflasche, das von mir geklebte Pflaster, die Pommes danach usw. das verbindet…Ich denke auch, dass wir daran irgendwann wehmütig zurück denken werden.