Ihr Lieben, natürlich haben auch wir die „Stadtbild-Debatte“ nach den Aussagen des Bundeskanzlers verfolgt und natürlich haben wir auch eine Meinung dazu. Es gibt bereits sehr gute, sehr fundierte Aussagen und Reaktionen dazu, die wir teilweise auch auf unseren Social Media Kanälen repostet haben.
Meine Familie lebt in Berlin und wer in Berlin lebt und aufwächst, kommt jeden Tag mit vielen unterschiedlichen Menschen in Berührung. Die Schulklassen, die Sportvereine, die Arztpraxen, die Busse, die Kitagruppen – überall Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben, aus unterschiedlichen Nationen.
Meine Familie lebt in Berlin und wer in Berlin lebt und aufwächst, kommt jeden Tag mit vielen unterschiedlichen Menschen in Berührung. Die Schulklassen, die Sportvereine, die Arztpraxen, die Busse, die Kitagruppen – überall Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben, aus unterschiedlichen Nationen. Einer der besten Freunde meines Sohnes ist als Baby mit seiner Familie aus dem Irak geflüchtet, die Eltern haben Jobs, die großen Geschwister haben eine Ausbildung gemacht und arbeiten, seit einigen Wochen hat die ganze Familie nun einen deutschen Pass.
Wie sich diese Familie bei den Aussagen von Friedrich Merz fühlen muss, mag ich mir gar nicht vorstellen. Wollte Friedrich Merz nicht der Kanzler für alle sein? Wie schrecklich muss es sein, zu wissen, dass man als störend empfunden wird?
Nun geht es ja unterschwellig in den Aussagen des Bundeskanzlers darum, dass wir Frauen (und unsere Töchter) ständig von Menschen mit Migrationshintergrund belästigt würden. Ja, ich selbst hatte auch schon blöde Situationen mit Männern mit Migrationshintergrund. Genauso, wie ich blöde Situationen mit deutschen Männern, jüngeren Männern und älteren Männern hatte. Mit betrunkenen Männern, mit einzelnen Männern, mit Männern in der Gruppe. Ich kenne eigentlich keine Frau, die in ihrem Leben noch nie sexuell bestätigt worden ist.
Warum ich mich nun also doch zu der Debatte äußere, ist die Tatsache, dass meine 14-Jährige Tochter letzte Woche in der U-Bahn belästigt wurde. Morgens um halb acht, der Wagen war voll mit Berufstätigen, setzte sich ein junger Mann, unangenehm nah neben sie, fing an, sie anzuquatschen und auszufragen. Der Mann hatte übrigens keinen Migrationshintergrund. Als sie nicht auf seine Fragen einging, versuchte er sie an Bauch und Brust anzufassen, woraufhin sie ihn anschrie und seine Hände wegschlug.
Der Mann beschimpfte sie und stieg dann aus. Was mich aber mindestens genauso wütend macht, wie die Tatsache, dass es im Jahr 2025 immer noch junge Männer gibt, die denken, sie hätten das Recht, Mädchen anzufassen, ist die Tatsache, dass NIEMAND meiner Tochter geholfen hat. Niemand ist eingeschritten, als er sich zu nah an sie angesetzt hat und es ihr offensichtlich unangenehm war. Niemand hat sie gefragt, ob sie Hilfe braucht, als er sie vollgelabert hat und angrapschen wollte. Eine 14-Jährige war in dieser Situation komplett auf sich alleine gestellt. Selbst nachdem sie ihn angeschrien hat, hat keiner reagiert.
Wichtiger als die Stadtbild-Debatte
Statt über das Stadtbild zu diskutieren, müssen wir über die Männer reden, die keine Grenzen kennen, die denken, sie dürften sich aufführen, wie sie wollen. Und wir müssen darüber reden, warum ein Haufen Erwachsener lieber auf den Boden oder aus dem Fenster schaut, wenn ein Kind in Not ist, als Zivilcourage zu zeigen. Beide Themen machen mich fassungslos, denn es ist kein gutes Gefühl, meiner Tochter nach so einem Vorfall nicht sagen zu können, dass sowas nie wieder passen wird. Sondern dass solche Übergriffe durch Männer wohl ihr Leben lang passieren werden…
Um es klar auszudrücken: Es ist mir egal, woher jemand kommt, wie jemand aussieht, solange er sich ordentlich verhält. Niemand darf Frauen belästigen und niemand darf wegschauen, wenn das passiert.



17 comments
Liebe Katharina,
Was Deine Deutsch-Irakischen Freunde über die Stadtbild-Äußerung denken: Bitte frag sie. Das würde mich auch interessieren. Die kurdisch-iranische Mitmutter aus unserer Kita (auch Berlin) hatte jedenfalls eine sehr klare Meinung über die islamischen Fundis, die ihre Tochter gewinnen wollen, weil sie mehr oder weniger sie solchen Leuten geflohen ist. Bisschen Off topic, aber nur bisschen.
Ich bin ehrenamtlich in der Opferhilfe tätig und stimme Dir zu 100% zu, dass das Problem übergriffige Männer unabhängig von der Herkunft sind. Ein grober Begriff dazu wäre Patriarchat, und da ist noch viel zu tun. Trotzdem gibt es ausländische Gruppen, die bei Gewalt- und Sexualdelikten dramatisch überrepräsentiert sind. Das gehört politisch adressiert. Ich habe für mich persönlich die Formulierung gefunden, dass wir in der Begegnung mit einzelnen Menschen offen und möglichst vorurteilsfrei sein sollten, aber gesamtgesellschaftlich die statistisch sichtbaren Probleme angehen. Und die Töchter sollten einerseits auf ihr Gefühl hören und andererseits gut ausgestattet mit Verhaltensoptionen sein – Deine Tochter hat super reagiert. Ich wurde neulich in Gegenwart meiner Tochter bedroht/genötigt (von einem älteren Deutschen) und so kacke das war, war es immerhin eine Gelegenheit, ihr was vorzuleben: sofort aus der Situation raus und gezielt Menschen ansprechen, dass sie helfen,
LG
Geht mir genauso. Und so toll deine Tochter, liebe Katharina, hier für sich eingestanden ist – ist das die Gesellschaft in der wir leben wollen? In der eine 14 jährige sowas allein lösen muss und dieser Kerl seiner Wege geht ohne überhaupt wahrzunehmen dass er hier krass grenzüberschreitend war, weil sich ja sonst auch keiner daran gestört hat? Es geht ja nicht nur um schützendes Eingreifen, sondern auch darum, derlei Verhalten nicht zu normalisieren, indem man es toleriert. Aber so war es in den Augen dieses Mannes halt mal wieder die Frau, die sich „komisch“ verhalten hat. Und dass man im gleichen Atemzug die armen 17 jährigen Jungs in Schutz nehmen muss die nicht mehr wissen wohin mit ihrer Sexualität – im Ernst?!
Ich denke Friedrich Merz geht es nicht darum dass sich das Stadtbild friedlich verändert hat, mir im Übrigen auch nicht. Es ist mir egal wie das Stadtbild aussieht, Hauptsache es ist gewaltfrei.
Warum bezieht sich der Bundeskanzler auf unsere Töchter?
Um die Dinge beim Namen zu nennen: Er geht doch darum dass wir Probleme haben mit Straftaten die ich aus meiner Jugend, 90er – Jahre, so nicht kenne.
Frauen werden in Freibädern belästigt(ist mir diesen Sommer leider auch passiert 😞von 3 Männern mit Migrationshintergrund),Kölner Silvesternacht, Gruppenvergewaltigungen (2pro Tag).
….und das sind eben Straftaten, die hauptsächlich (ich sage bewusst nicht NUR) von Männern mit Migrationshintergrund begangen werden.
Diesen Problemen müssen wir uns stellen, diese Probleme müssen wir angehen, da bringt es nichts drum herum zu reden (…… aber die deutschen Männer doch auch usw.).
Das mit deiner Tochter ist so schockierend!! Wie gut, dass sie sich so zu wehren wusste!
Zum dem anderen Thema : ich persönlich bin alles andere als fremdenfeindlich. Ich bin der Meinung, man sollte alles Menschen mit Nächstenliebe begegnen. Und doch denke ich, dass wir schon ein Thema haben, was misslungene integration angeht. Wir können die Menschen gar nicht mehr gut integrieren, weil die Kapazitäten nicht ausreichend da sind und das bringt schon viele Probleme mit sich, die sich in der Öffentlichkeit bemerkbar machen. Meine schwiegermama wohnt ein paar hundert Meter entfernt von einem asylheim, in dem Menschen leben, die keine aufenthaltsgenehmigung haben. Und es ist schon für die Anwohner schon ein großes Problem, wie sich die Wohngegend dort in den letzten Jahren verändert hat. Supermärkte und Friseure haben geschlossen wegen messerstechereien und Diebstählen. Die Polizei warnt die Anwohner, dort im Park abends spazieren zu gehen, weil sie nicht mehr für die Sicherheit gewährleisten können und die Menschen fühlen sich von der Politik allieingelassen.
Es ist auch für die vielen tollen Menschen, die sich super integrieren, traurig, aber wir haben definitiv ein Problem in unserer Gesellschaft, weil wir an vielen stellen integration nicht mehr richtig gewährleisten können. Deshalb finde ich es auch schwierig, wenn man diese Probleme totschweigt und so tut, als ob sie nicht da wären.
Wenn man sich sie Statistiken anschaut, sieht man das ja deutlich. Das liegt auch an einem teils anderen grauen Bild, traumata usw. Und natürlich gibt es auch sehr viele Zuwanderer, die einen großen Gewinn für unsere Gesellschaft darstellen. Aber das hat halt zwei Seiten!
Vielleicht sollte man das Ganze aber auch mal so sehen: deine Tochter konnte sich selbst sehr gut helfen!!! Der Typ ist ausgestiegen ohne ihr weiter auf den Pelz zu rücken. Und vielleicht haben das die Mitmenschen eben auch so gesehen. Schlimmer wäre gewesen, wenn sie um Hilfe gerufen hätte und keiner hätte was gemacht oder der Typ hätte nicht locker gelassen und niemand hätte was gesagt. Man kann letztlich nicht immer auf die andren zählen in keiner Lebenssituation. Es ist immer besser man weiß sich selbst zu verteidigen. Und hier spricht jemand, der nachts zusammen mit einer Freundin auch mal angegriffen wurde und ins Gesicht geschlagen wurde. da war keiner , nur wir und diese zwei Männer , wir haben auch laut geschrien sogar um Hilfe, Letztlich snd die auch zum Glück einfach abgehauen, und wir mit dem Schrecken davon gekommen..
Und trotzdem sag ich gibt es soviele gute tolle Männer! Und Jungs. Die sich schon bald gar nix mehr trauen und sich super schwer tun auf die Mädels zuzugehen weil sie Angst haben sofort eins auf den Deckel zu bekommen, wenn sie nur mal den Arm locker um die Schulter legen oder noch nicht mal das. 17 jährige die schon gar keinen Bock mehr auf Mädels haben, weil sie nicht mehr wissen wie sie ihre durchaus vorhandene Sexualität überhaupt noch äußern sollen ohne gleich veruteilt zu werden. Dass kanns irgendwie auch nicht sein !!! Sollen denn jetzt alle Jungs schüchtern in der Ecke stehen und warten bis eine kommt und ihnen gnädigerweise mit ihnen zu reden???
Wenn ein Mann oder junger Mann nicht weiß, wie msn Frauen anspricht ohne sexuell übergriffig zu sein, liegt das Problem ausschließlich am Besitzdenken von Männern!
Klar ist es super, dass sie sich so toll selbst helfen konnte! Und klar muss man einem Kind (auch den Jungs) Strategien und Kompetenzen mit an die Hand geben, so dass sie sich selber helfen können. Und klar gucke ich erstmal, was das für eine Situation genau ist und was passiert….
ABER: Ich muss doch meine Mitmenschen (egal ob Mädchen, Kind etc.) dabei unterstützen, sich zu wehren! Egal, ob lebensnotwendig oder nicht. Ich halte einem doch auch die Tür auf, wenn er vollbepackt ist – klar ginge das für ihn auch irgendwie alleine… aber warum soll er es alleine können müssen, wenn es mit Vielen so einfach ist…?
Achso, dann wusste er wohl einfach nur nicht mehr wie er auf seine Sexualität aufmerksam machen sollte und hat ihr deswegen ungefragt an die Brust gefasst. Der Arme. Das hätte die Tochter doch bedenken sollen….NICHT!
Nein, er muss nicht in der Ecke stehen…. Höflichkeit, Respekt und Anstand könnten hilfreich sein.
Liebe Fantasia,
Meiner Meinung nach gibt es einen Mittelweg zwischen „in der Ecke stehen und nichts sagen“ und unerwünschten Berührungen, und es lohnt sich für uns alle, wenn wir den lernen und unseren Jungs vermitteln.
Liebe Grüße!
Liebe Sophie,
natütlich gibt rs den Mittelweg ,der der Normalweg sein sollte, ich habe das natütlich ansichtlich etwas übertrieben geschrieben . aber ich sehe es einfach zunehmend im Freundeskreis von meinem Sohn und auch bei Freunden dass die jungen Männer deutlich verunsichert sind. bald schon frustriert weil sie nix mehr richtig machen können. zu wenig ist nix und zuviel erst recht gar nix da sind sie mit einem Fuss in Gefängnis um es wieder zu übertreiben oder zumindest in der moralischen negativ schublade. und heut spricht sich ja alles schnell rum! insofern kein wunder daas sie oft dann hinter ihren pcs sitzen bleiben und lieber komplett passiv werden um nix falsch zu machen. wollen eure mädels da draussen also alle passive, zurückhaltende, latent frustrierte Männer in Zukunft??? dann sind wir auf dem richtigen Weg. und ich hab selbst zwei Töchter und brech trotzdem die lanze für viele grossartige Jungs.
@Fantasia Also ehrlich, meinst Du das ernst? Ich habe zwei Söhne und bin sehr sicher, dass ich denen eindeutig vermitteln kann, was ein Nein bedeutet und dass zwei Menschen nicht umhin kommen, miteinander zu sprechen, wenn sie sich annähern. Ich kann nicht fernsteuern, wie sie sich verhalten werden, aber ich weiß, dass sie wissen, was in Ordnung ist und was nicht. Z. B., dass es in Ordnung ist, dass jeder Mensch seine individuellen Grenzen hat und darauf hinweisen kann und dass man nicht immer alles wissen kann. Aber wenn man darauf hingewiesen wurde, muss diese Grenze eingehalten werden.
Was gar nichts hilft, sind diese pauschalisierenden Übertreibungen, die Du ständig verwendest, obwohl Du selbst sagst, dass es welche sind. Das zeigt nur, dass Du dieses Thema nicht differenziert betrachten möchtest oder kannst.
Der Rest Deines Beitrags ist wirklich hanebüchender Blödsinn. Lese ich recht, dass Du Mütter von Töchtern dazu aufforderst, ihren Töchtern beizubringen, übergriffiges Verhalten zu tolerieren, weil sonst Männer frustriert werden könnten? Meine Güte…
Auch in anderen Beiträgen stehen vermeintlich empowernde Anmerkungen (Sie konnte sich ja toll wehren…), die darauf hinauslaufen, dass übergriffiges Verhalten sich an der Schwäche des Opfers definiert. Wie schon andere schrieben, das ist ein fataler Denkfehler. Wir alle sind Repräsentant*innen der Gesellschaft und müssen signalisieren, dass gewaltvolles Verhalten nicht in Ordnung ist. Auch nicht, wenn sich jemand wehren kann. Denn: Sonst muss man eben stärker sein oder wie… nicht mit kurzem Rock rumlaufen, nicht auf Gesprächsversuche eingehen, nicht abends alleine unterwegs sein, wurde überhaupt ein Selbstverteidigungskurs gemacht, ach sie war geschminkt… usw. usf. Keine frechen Antworten geben, mal so richtig Paroli bieten, ist doch nicht so ernst gemeint, man kann ja aus allem einen Elefant machen…
Dass das wirklich immer noch so ist, unfassbar!!! Tut mir sehr leid für deine Tochter und dich
Hallo Katharina,ich würde die Situation anders beurteilen. Deine Tochter hat sich hervorragend verhalten und diese unangenehme und unangemessene Situation super für sich selbst geklärt.
Ich hätte als Bahnfahrerin, wenn ich sie denn mitbekommen hätte,auch erstmal abgewartet und geguckt wie sich die Situation entwickelt, weil von Außen ist nicht sofort und unmittelbar ersichtlich dass dort eine Belästigung stattfindet. Was ist zu nah in einer Bahn? Wenn ich gemerkt hätte,dass es ihr unangenehm wäre, hätte ich sie natürlich gefragt, ob alles okay wäre.
Aber indem sie sich selbst geholfen hat, hat sie gelernt dass sie kein Opfer ist, sie nicht auf die Hilfe eines Mannes oder eines anderen Erwachsenen angewiesen ist, sondern dass sie sich selbst zur Wehr setzen kann.
Chapeau!Ich hätte ihr danach vielleicht gratuliert wie souverän und richtig sie sich verhalten hat und sie gefragt wie es ihr geht, ob ich jemanden anrufen soll, weil geklärt hat sie schon alles allein.
Wir geben den Männern zu viel Macht, wenn sie unsere Beschützer sein sollen. Frauen dürfen und können sich selbst helfen, ist die wichtigste Erkenntnis aus dieser Situation .
Natürlich ist es dramatisch dass es sowas gibt und niemand eingeschritten ist, zumal es sich um ein 14 jähriges Mädchen handelt, aber wenn sie sowas mal erlebt, wo sie wirklich auf Hilfe von außen angewiesen ist und niemand hilft,ihr verdeutlichen jemanden gezielt anzusprechen, sie dort in der pinken Jacke rufen sie die Polizei etc.
Wir können darauf hoffen, dass sich Leute für uns einsetzen,aber am besten ist es, dass man lernt für sich selbst einzustehen!
Das ist deiner Tochter hervorragend gelungen.
Puh, schwieriges Thema.
Ich glaube, dass auch Friedrich Merz der Meinung ist, dass jeder, der sich vernünftig verhält, hier willkommen ist.
Und es ist richtig, dass es in jeder Bevölkerungsgruppe ich nenne es mal „Idioten“ gibt. Und auch überall welche die sich gut integrieren. Natürlich sollte man gerade Letztere nicht vor den Kopf stoßen. Die sind nämlich wichtig für unsere Zukunft.
Auf der anderen Seite gibt es nun mal kulturelle Unterschiede, die in Zusammenhang mit Langeweile, Arbeitslosigkeit, Traumata zu Problemen führen können. Und wir sind leider weiter von entfernt, dass alle Bevölkerungsgruppen die gleiche Einstellung zu Frauenrechten, oder auch nur einem gewaltfreien miteinander haben.
Und das wird sich auch nicht so einfach ändern, ohne dass man daran arbeitet.
Es gibt viel zu wenig wirkliche Integration, und es wird viel zu viel weggeschaut und die Leute werden sich selbst überlassen. Und gerade das Verständnis, dass Männer eben nicht tun und lassen können was sie wollen, wird bei einigen noch einige Generation dauern.
Ich glaube wir können da hinkommen, aber wir müssen in dieser Übergangszeit besser damit umgehen.
Da könnte ich auch heulen vor Wut- und zwar (vielleicht ist das absurd) viel mehr über die Menschen, die da wegsehen und nichts sagen als über den blöden Typ!
Der Typ wäre nur ein Randfigur und kein „Problem“, wenn einfach sofort drei Leute gesagt hätten, dass er verschwinden soll. Fertig!
Unfassbar, dass keiner geholfen hat !
Was ist bloß los mit unseren Mitmenschen !?!
Ich verstehe unter Stadtbild eigentlich nicht die Menschen, sondern das Umfeld: die Gebäude, Geschäfte, den Bodenbelag, ob es sauber ist ( oder nicht), Sitzbänke etc. Und da fällt mir sehr wohl auf, dass sich dieses Bild der mittelgroßen Städte durchaus verändert hat. Es liegt mehr Müll herum, Toiletten sind geschlossen oder massiv verschmutzt, es riecht nach Urin, teilweise liegen Menschenkot oder Kotze auf dem Boden. Viele Geschäfte stehen leer, oft ziehen dann 1-Euro- Shops oder Spielhallen ein. Sitzbänke sind zerstört, oft sehe ich Glasscherben herumliegen, auch auf Spielplätzen.
Anheimelnd finde ich das nicht.
Ich denke auch nicht, dass es einen Unterschied macht, ob sich hier In- oder Ausländer ausgetobt haben, aber offenbar handelt es sich um Menschen, denen es völlig egal ist, dass es noch andere um sie herum gibt.
Ich würde mir doch sehr wünschen, dass der öffentliche Raum sauberer gehalten wird und Vandalismus massiver geahndet.