Pärchen-Wochenende: Auch mal echt schön ohne Kinder!

Wochenende

Ihr Lieben, letztes Wochenende war ein ganz besonderes Wochenende, weil mein Mann und ich kinderfrei hatten und von Freitag bis Sonntag zu zweit in einem kleinen Hotel in Mecklenburg-Vorpommern waren. Es war das erste Wochenende seit August 2024 ohne Kinder (hier der Bericht zu dem letzten kinderfreien Wochenende)

Tatsächlich haben wir uns, als wir Eltern wurden, fest vorgenommen, regelmäßig Zeit zu zweit zu verbringen. Dazu gehört ab und zu ein Lunchdate oder ein Spaziergang ohne Kinder, aber eben auch mal ein ganzes Wochenende. Als unsere erste Tochter ein knappes Jahr alt war, waren wir das erste Mal ohne sie unterwegs – ich hab mich sehr schwer getan, loszulassen und habe es dann doch sehr genossen. In den ersten Jahren waren wir einmal im Jahr zu zweit weg, haben dann meist Städtetrips gemacht, weil genau das uns gefehlt hatte: Gemeinsam bummeln gehen, Neues erkunden, durch Museen schlendern, abends in einer Bar versacken.

Zuletzt wurden die Abstände zwischen den kinderfreien Wochenenden etwas länger, ganz einfach, weil es schon ein anderer Schnack ist, zwei Kinder alleine zu lassen als vier. Die einzige Person, die uns diese kinderfreie Zeit ermöglichen kann, ist meine eigene Mutter. Sie ist 73 Jahre alt, noch echt fit und hat ja selbst fünf Kinder großgezogen, kennt also den Großfamilien-Trubel gut. Und doch wird natürlich auch sie älter und ich bin mir immer unsicher, ob wir sie nicht doch überstrapazieren. Deshalb habe ich ihr immer viel Unterstützung organisiert, damit sie auch mal Luft holen kann…

Nun haben wir also ein kinderfreies Wochenende hinter uns und hier kommen meine drei Erkenntnisse aus diesen Tagen:

1. Es ist auch wirklich mal schön ohne Kinder!

Ich weiß, hört sich krass an, aber ich steh dazu: So sehr ich die Bande liebe, so toll ist auch mal eine Auszeit fürs Paar-sein. Reden, wirklich reden, ohne Unterbrechungen. Sich als Paar wahrnehmen, nicht als Eltern, das ist soooooo wichtig. Wir haben das große Glück, dass wir uns nach vielen gemeinsamen Jahren immer noch richtig gern haben und gerne zusammen sind. Wir können sehr gut zu zweit sein und das macht mich glücklich.

2. Selbstbestimmt sein ist krass

Aufwachen, wenn man aufwacht und nicht, weil man von einem Dreijährigen geweckt wird. Einfach noch liegen bleiben und die Ruhe genießen. Einen Kaffee im Bett trinken. Beim Frühstück Zeitung lesen und nicht darauf achten, dass ein Glas umfallen könnte oder ob alle satt sind. Spazierengehen, wenn man Lust hat. Lesen, in die Sauna gehen, Abendessen ohne Zeitdruck. Den Tag so gestalten, wie man selbst möchte, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Kinder. Das sind wir in unserem vollen Alltag kaum gewohnt und umso schöner ist es, das ab und zu zu erleben.

3. Auszeiten sind Luxus

Nicht nur, weil man natürlich jemanden braucht, der die Kinder übernimmt. Meine Mutter muss extra aus Bayern anreisen, Freunde müssen Fahrten zu den Hobbys oder Playdates übernehmen. Auch finanziell! Fahrtkosten, Hotel, externes Essen. Wir waren diesmal einfach nur 1,5 Stunden von Berlin entfernt, weil wir einfach Lust auf Ruhe hatten. Und trotzdem summieren sich Kosten und Aufwand ganz schön. Nicht jeder*r kann sich das leisten, das ist mir bewusst und dafür ich bin so dankbar, dass wir uns das ermöglichen konnten.

Es ist mir auch bewusst geworden, dass so ein gemeinsames Wochenende auch etwas anderes ist, als abends mal zu zweit zum Italiener zu gehen. Man kommt anders zu Ruhe, kann sich anders aufeinander einlassen und auch anders abschalten. Ich habe nach wie vor immer ein flaues Gefühl im Magen, wenn wir in so ein Wochenende starten, aber ich habe gelernt, abzugeben und anderen zu vertrauen. Die Großen sind so groß, dass sie gut mithelfen können. Die Freunde freuen sich, wenn sie dazu beitragen können, die Großmutter zu entlasten. Und die Großmutter freut sich, die Enkel mal ausgiebig zu genießen.

Und obwohl wir dieses Mal nichts „Aufregendes“ erlebt haben (also nicht in einer coolen Stadt unterwegs waren), war das Wochenende einfach perfekt. Ruhig, viel Natur, viele Gespräche – und davon werde ich noch ganz ganz lange zehren.

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2 comments

  1. Danke für den tollen Artikel. Solche Auszeiten sind so wichtig für uns Eltern. Wie schön, dass ihr liebe Menschen an eurer Seite habt, die euch geholfen haben, dass euer Pärchenwochenende möglich war.
    Wir genießen unsere Auszeiten, die in großen Abständen möglich sind, auch sehr und können dann gestärkt in unseren Alltag mit drei Kindern zurückkehren.

  2. Das ist so wichtig. Zeit zu Zweit.
    Danke dir, für die Erinnerung 💓 wir sind halt nicht nur Eltern, sondern auch einfach nur Menschen mit Bedürfnissen und das ist gut so und die Kids lernen, dass sie auch mal eine Zeit ohne uns auskommen.

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