Ihr Lieben, als ich mich im letzten Jahr mit meinen Freundinnen darüber unterhielt, was sich ihre Söhne so zu Weihnachten wünschen, standen Konsolen wie Playstation, Switch und Co immer ganz oben auf den Wunschzetteln. Mein großer Sohn ist fast 12 und somit im besten „Zock-Alter“ und natürlich hatten und haben wir auch immer wieder Diskussionen zum Thema Konsolen.
Um es einmal klar vorab zu sagen: Ich erzähle hier nur von unserem Weg, natürlich kann und muss jede Familie für sich selbst entscheiden, wie sie mit diesem Thema umgeht, denn natürlich spielen da ganz viele unterschiedliche Faktoren eine Rolle.
Bei uns ist es allerdings so, dass wir Eltern sehr früh sehr klar darin waren, dass bei uns keine Spielekonsole einziehen wird. Zum einen, weil ich glaube, dass die Versuchung, täglich damit zu spielen, weit höher ist, wenn sie in der Nähe verfügbar ist. Zum anderen, weil ich zu oft gesehen habe, dass die Spielekonsole eine große Gefahr birgt, dass Konflikte entstehen.
Wenn die Kids nach der Konsole quengeln
In den meisten Familie wird so eine Konsole ja nicht einfach so spontan angeschafft, meist quengeln die Kids (meinem Gefühl nach ist Zocken eher ein Jungs-Ding…) ziemlich lange, bis die Eltern ihr OK geben. Dann werden „Verträge“ geschlossen, Regeln aufgestellt, die alle Familienmitglieder unterschreiben, damit es später keinen Zoff um zu lange Zock-Zeiten gibt. „Die Kinder wissen genau, wie das läuft, alle haben sich ja mit den Regeln einverstanden erklärt“, sagen dann die Eltern.
Ich sag mal so, ich habe wirklich noch keine Familie erlebt, in der diese Regeln dann auch wirklich befolgt werden. Es gibt stets Nachverhandlungen, heimliches Spielen, Betteln um mehr Zeit, Zoff, wenn das Gerät dann unter elterlichem Drohen ausgemacht wird. Ohne Konsole entfällt das einfach.
Mir ist es tatsächlich lieber, dass mein Sohn mal zwei Stunden bei einem Kumpel durchzockt, dann aber ganz schwindelig davon ist und genug hat, als dass die Konsole hier täglich zum Spielen verführt. Glücklicherweise macht mein Sohn sehr viel Sport, so dass er wahrscheinlich eh durchschnittlich weniger Zeit zum Zocken hat. Aber natürlich spürt er auch eine Faszination, was ja total ok ist.
Was ich aber teilweise schon krass finde, wieviele Bekannte/Klassenkameraden meiner Kinder schier unbegrenzte Zeit vor den Konsolen hängen und am Wochenende auch die Nächte durchzocken. Einige verabreden sich kaum noch mit Freunden im realen Leben, sondern treffen ihre Freunde nur noch virtuell. Das mag für junge Erwachsene ja ok sein, aber im Alter von 10-15 finde ich das schon krass.
Haltet mich für naiv oder weltfremd, aber ich versuche, meinen Kids so viel wie möglich Alternativen zur Bildschirmzeit zu geben und ich finde jeden Ausflug in den nächsten Wald, in die Trampolinhalle, jedes gemeinsame Brettspiel oder einen kuscheligen Kinoabend zu Hause sinnvoller als das Anhängen vor Bildschirmen.
Wie gesagt: Es ist nur unser Weg, was nicht heißt, dass es bei anderen Familien nicht viele gute Gründe gibt, es anders zu machen. Mich interessiert: Wie macht ihr das? Habt ihr Spielekonsolen? Und wenn, gibt es Regeln? Wie sehen die auch und halten sich die Kids dran? Ich freue mich auf den Austausch.



22 comments
Jeder Mensch und jede Familie entscheidet doch in großen und kleinen Belangen, was er/sie ins Haus holen. Die einen lassen ihre Kinder kein Zucker essen, die anderen verzichten ab Neujahr auf Alkohol oder fasten Instagram u.ä. und andere wollen eben keine Konsole. Konsequenterweise kauft man erst gar nichts davon. Klare, respektable Entscheidung.
Das Hobby/den Wunsch (m)eines Kindes als „grässlich“ zu betiteln, erinnert mich so sehr an meine Mutter – damals war es mein Hobby Handball. Für ein Mädchen viel zu brutal. Das tat und tut unheimlich weh. Die Zeiten und welche Hobbies gerade als ok eingestuft werden, ändern sich. Der Schmerz, der mit der Verteufelung einhergeht bleibt. Ich hätte mir echtes Interesse gewünscht, ein Blick hinter die Kulissen, kurz Mal über den eigenen eingeschränkten Horizont blicken, Gutes finden. Das würde ich mir auch für dein Kind wünschen Hannah.
Ich hatte irgendwann Angst meiner Mutter meine Interessen überhaupt zu erzählen aus Angst vor ihrer für mich als Kind willkürlichen Abwertung. das prägt bis heute.
Wir haben eine PS5, darauf wird fast nur Minecraft und mal FIFA gespielt, meistens gemeinsam mit Freunden oder der Schwester. Ist viel weniger in Betrieb, als ich befürchtet hatte. Viel schlimmer ist der Handy-Konsum, mein Sohn (12) würde stundenlang YouTube Shorts schauen, wenn es nicht zeitlich von mir beschränkt wäre. Andere Social Media Apps hat er noch gar nicht, aber hängt trotzdem ständig dran. Da ist mir das zocken fast lieber..
Hallo zusammen,
ein wichtiges Thema, Danke dafür!
Bei uns gilt erstmal die Grundregel, kein Handy, keine Konsole in der Grundschule. Fernsehen nur mit Zeitlimit und Absprachen, auch da gibt’s Diskussionen.
Zum Übertritt gibt’s ein Handy.
Beim großen Sohn kam dann auch Recht schnell eine Konsole (vom eigenen Ersparten+ Gutscheinen zum Geburtstag), aber auch da mit klaren Regeln.
Das war ein großer Diskussionspunkt (genauso wie das allabendliche Abgeben vom Handy), es gab dann auch bis 16 Jahre ein Limit an online Zeit(über den Router eingestellt) und klare Absprachen was er spielt. Genauso gab’s Absprachen was er am Handy machen darf und was nicht, auch das war oft ein Diskussionspunkt, a la „die anderen dürfen aber…“
Trotzdem werden wir es bei den jüngeren ähnlich durchziehen.
Manchmal macht gemeinsam spielen auf der Konsole ja Spaß und online mit Freunden spielen ist eben eine moderne Form des gemeinsamen Treffens. Wir diskutieren auch hier im Blog…
Ich würde sagen, eine gute Mischung(alle Kinder haben regelmäßig Hobbys/Sport und treffen Freunde) und klare Regeln sind wichtig..
Also manche Argumente erinnern mich echt an meinen alten Musiklehrer in den 80ern, der von Stromgitarrenmusik sprach, wenn er von Rockmusik sprach. Es hilft doch niemandem sich vor neuen Entwicklungen zu verschließen nur aus Konfliktscheu heraus. Entweder kann man die Kinder damit alleine lassen oder bewusst mit ihnen einen angemessenen Zugang und Umgang erarbeiten. Ja, Konflikte gehören auch dazu. Suchtartiges Verhalten ist immer möglich. Wenn ein Mensch dazu neigt, findet sich immer was. Wir alle brauchen Reflektion und Rückmeldung, Vermeidung löst hingegen gar nichts.
Tatsächlich doch. Hier geht es ja nicht um relevante Themen und Dinge, die ausdiskutiert und besprochen werden MÜSSEN. Davon gibt es im Leben mit Kindern Massen. Aber eine Konsole, liebe RM, gehört nicht dazu. Die ist absolut sinnreich und Die kann man getrost so lange vermeiden bis das „Kind“ dann alt genug ist, um sich selbst eine zu kaufen.
Und nein, es ist dann nicht unfähig, damit umzugehen, weil es das nicht schon mit 10 gelernt hat.
Konfliktscheu sind übrigens auch eher die Eltern, die den Konflikt keine zu kaufen, nicht aushalten!
Naja, es geht ja nicht drum, dass das „Kind“ dann mit 20 die Konsole bedienen kann. Das seh ich auch nicht das Problem. Ich sehe eher das Problem, dass sie dann nie gelernt haben, ihre Spiellust zu kontrollieren.
Es gibt nunmal Konsolen, Zocken nimmt eine große Rolle bei den Jüngeren ein. Ich bin nun wirklich nicht die Zielgruppe ( habe mich nie dafür erwärmen können, ich war ein RSP-Nerd), dennoch war ich ziemlich beeindruckt, als ich mit den Kindern auf der Comic-Con war, mit welcher Hingabe und Kreativität sich die Gamer austoben, einerseits… andererseits will der angemessene Umgang eben auch geübt sein. Es ist also notwendig.
Wir haben positive Erfahrungen mit Konsolen: wir haben Kinder mit größerem Altersabstand. Auf der Konsole können die teenies mit der kleineren Schwester zum Beispiel let’s Dance oder let’s Sing spielen. Das sind schöne und kreative Sachen mit Bewegung. Der Teenie Bruder baut mit der kleinen Schwester auf Minecraft Welten. Insgesamt werden die Konsolen bei uns aber nicht sehr viel genutzt. Übrigens: der Medienkonsum an iPhone und iPad lässt sich viel schwieriger kontrollieren als an der Konsole (Fernseher im Wohnzimmer). Ich würde die Dinger nicht verteufeln.
Ihr habt alle noch kleinere Kinder. Mein Sohn ist jetzt 17 hatte eine Konsole und jetzt einen PC ( den sie einfach schon benötigen, um mithalten zu können heutzutage, evtl auch möglich mit gemeinsam genutzten Familienpc )
Was soll ich sagen : es gab Zeiten so zwischen 13 – 15 wo er sehr viel gespielt hat, aber meistens nicht allein, immer real oder virtuell mit Freunden . Inzwischen hat er seine 2te Freundin und er geht jedes Wochenende mit den Kumpels weg oder ins Fitness und macht den Führerschein. plus 3x die Woche Nschmittagsunterricht. dazu möchte er bald einen Minijob machen um Geld zu verdienen.
Manche seiner Grundschulkumpels haben im September eine Ausbildung begonnen..
was ich damit sagen will: auch das viele Zocken ist in den meisten Fällen nur eine Phase, sie können ganz von selbst zurückfinden in mehr Reallife und tun es teilweise automatisch weil andere Dinge wichtiger werden.
lg und allen einen guten Weg ob mit oder ohne Konsole.
Ich finde ehrlich gesagt dieses stumpfsinnige YouTube Shorts/Videos schauen tausend Mal schlimmer als zocken. Beim Zocken müssen sie wenigstens mitdenken und schulen ihr Reaktionsvermögen oder andere Fertigkeiten je nach Spiel. Das andere ist aus meiner Sicht einfach nur dämlich und eine riesen Zeitverschwendung. Von dem her gibt es hier eine Konsole. Bisher haben wir aber noch keine festen Regeln oder Zeitbegrenzungen benötigt. Es ist auch meistens OK, wenn es dann heißt, nach diesem Level ist Schluss. okay, bei Minecraft ein bisschen schwierig, aber auch da konnten wir uns bisher einigen. Ich find es fast schon schade, dass meine Kids aktuell mehr vorm Handy sitzen als an der Konsole um eben Videos zu schauen. Und das Handy lässt sich leider noch schwerer wegdenken aus dem Alltag.
Wir haben Konsolen zu Hause, auch noch vom Papa, die Medienzeit ist begrenzt die Kinder dürfen entscheiden ob sie ihre Medienzeit vor dem Bildschirm verbringen oder vor der Konsole. Wir schauen allerdings sehr genau darauf was sie Spielen oder Schauen, es gibt keine Spiele online bei uns und geschaut wird über kindgerechte Aaps so daß falls Werbung kommt diese kindgerecht ist. Bei Freunden dürfen sie Spielen oder mitschicken, wir möchten dann aber wissen was sie geschaut oder gespielt haben und ob sie das gut fanden. Das machen wir so seit zwei Tagen in der Grundschule zum Thema Medien, die Schüler haben aufgeschrieben zu welchen Medien sie Zugang haben, wie lange am Tag und welche Spiele sie spielen. Zweitklässer spielen Schießspiele die ab 16 oder 18 Jahre sind und das nicht nur ein Kind pro Klasse, dabei wohnen wir eher dörflichen. Inzwischen habe ich auch schon andere Eltern angesprochen dass ich nicht möchte dass bestimmte Spiele mein Kind bei Ihnen spielt und so manch ein Elternpaar schaut Inzwischen bei ihren Kindern genauer hin. So manches Schießspiel ab 16 kann Inzwischen kostenlos heruntergeladen werden ganz einfach für Kinder sie müssen nur den Haken machen dass sie schon 16 sind.
Mir ist es wichtig jetzt mit meinen Kinder 8 und 7 zu Sprechen und sie zu Begleiten so dass sie später wenn sie sich in ihrem Zimmer verkriechen, falls sie das machen, gut möglichst vorbereitet sind.
Hier noch ein Link zu einer Sendung die mich auch etwas geschockt hat, deswegen dürfen meine Kinder bei Freinden zwar Spiel aber nicht alles:
https://www.zdf.de/play/reportagen/die-spur-224/roblox-kinderspiel-online-gefahr-100
Also bei uns findet alles gleichzeitig statt. Konsolen, sich digital treffen, sich real treffen, Sport, Gesellschaftsspiele, Diskussionen über vieles und auch über die Konsolen, Bücher lesen, Hörspiele, Musik hören und machen. Ich bin auch mit dem Gameboy aufgewachsen. Ich mag es zu zocken. Auch mit den Kindern zusammen. Soziale Medien gibt es nicht. Die finde ich schwierig. Solange mit den sozialen Kontakten alles stimmt und die Schule läuft, alles glücklich und zufrieden sind, muss es auch nicht verteufelt werden. Man muss sich natürlich sehr viel informieren als Eltern und ein Auge drauf haben. Das finde ich anstrengend, aber auch spannend, um selber im Game zu bleiben. Und auch, um selbst differenzieren zu können, was ich schwierig finde (soziale Medien) und was nicht.
Super, ich bin total bei dir Katharina. Wie schon unten geschrieben haben die Kinder ab einem gewissen Alter Smartphone und Schul-Laptop, wahrscheinlich steht noch ein Fernseher rum, und die durchschnittlichen Bildschirmzeiten eines durchschnittlichen Jugendlichen sind absolut Wahnsinn. Warum ich als Mutter das Ganze auch noch zusätzlich mittels Ankauf einer Spielkonsole befeuern sollte, ist mir schleierhaft. Es wird viel drüber gesprochen, was es für die Kinder bedeutet, soviel Zeit im digitalen Raum zu verbringen; umgekehrt sollte auch gesehen werden, was sie in der Zeit erleben würden, in der sie NICHT an den digitalen Geräten hängen: wieviel Eindrücke, Erlebnisse, Erprobung von Fähigkeiten, handwerkliche Tätigkeiten, soziale Kontake, körperliche Betätigung Ende nie,,.. ihnen damit verwehrt bleiben. Und ja, es ist eine Prinzip-Sache: Was nicht da ist, kann nicht zum (Streit-)Thema werden, und @A. das bedeutet noch lange nicht, dass es nicht andere Möglichkeiten zu Diskussionen gibt (in jeder Familie gibt es derer ohnedies genug). Ich hab drei Kinder, 13, fast 11 und 6, und NIEMALS würde ich so ein Ding anschaffen. Geht auch niemandem ab.
Aus meiner Sicht ist es wichtig über negativen Auswirkungen von zu viel Spielen (mangelnde Konzentrations-, Sozialkompetenz und mangelnde Impulskontrolle) und auch mit Medien ruhig stellen (in Öffis, Restaurants, …) dringend zu benennen. Spiele und soziale Medien sind so programmiert, dass sie stark süchtig machen. Die Selbstkontrolle haben Kinder selten, dass sie diese allein regulieren können.
Trotzdem möchte ich zum Text noch ergänzen, dass Diskussionen im Alltag eine wichtige Entwicklungssituation für Kinder sind, die nicht möglichst vollständig vermieden werden sollten. Hier können sie sowohl Fsrustrationstoleranz lernen als auch Argumentationskompetenzen. Natürlich muss man nicht jede Gelegenheit mitnehmen. Aber Medien zu verbieten, weil sie zu Diskussionen führen können, scheint mir ein schwaches Argument zu sein.
(Aus einem Haushalt mit Konsole und stark regulierten Medienzeiten und wenig, aber konstruktiven Diskussionen darüber geschrieben.)
Volle Zustimmung liebe Katharina, sehe ich genauso. Ich finde es durchaus bedenkenswert, dass die Erfahrungswelt von Kindern und Teenies sich so krass auf das Digitale reduziert. So sollte es nicht sein. Natürlich entkommt man dem nicht ganz und die Smartphones sind (leider) nicht wegzudenken aus dem Leben, aber so lange man dagegen halten kann, sollte man es tun, finde ich!
Ich hatte mal meinem Sohn (13) angeboten, einen Computer zum Zocken anzuschaffen, aber so wichtig war ihm das (bisher) nicht. Hoffe, dass das so bleibt…! Dass man das bei Freunden dennoch mal spannend findet, ist klar und für mich auch okay. LG, Julia
Hi. Mein Sohn ist 16 und hat sich zum 11. Geburtstag eine Switch gewünscht. Er kannte sie und auch Playstations von Kumpels. Er hat sie bekommen und ja, wahrscheinlich sind wir eine komplette Ausnahme, aber es gab noch nie Diskussionen. Es gab und gibt Wochen, da nutzt er sie gar nicht. Dann gibt es verregnete Nachmittage und er zockt 2 Std mit einem real neben ihm sitzenden Kumpel. Er macht auch viel Sport, 3-4x die Woche, hat lang Schule und schon dadurch wenig Zeit. Aber er ist da einfach auch nicht so angefixt wie andere (dafür nutzt er lieber sein Handy und schaut Videos, auch nicht besser).
Liebe Katharina,
unsere Töchter sind 12 und 15. Konsolen haben es nie ins Wohnzimmer geschafft, weil ich es sehe wie du. Mich nervt allerdings schon sehr die viele Bildschirmzeit: Da gibt es für die 15-Jährige das Handy mit 2 Stunden Zeit zur Verfügung. Leider ist da noch das Schüler I-Pad, welches sich nicht sperren lässt. Somit wird der Konsum für mich als Mutter schwer kontrollierbar. Instagram kann auch über den Browser auf dem Schüler iPad aufgerufen werden…
Mich nervt die Thematik sehr und ich bin froh, dass die Schule wieder losgeht und die Kinder hoffentlich zu einem gesunden Medienkonsum zurückfinden.
Ich gehe davon aus, dass mir meine Fünftklässler heute hauptsächlich vom Zocken in den Weihnachtsferien erzählen werden…
super! Mir kommt auch kein Ding ins Haus.
Bei vielen Zocken ja die Eltern selbst, Vorbild? Da ist es mit den Regeln ganz schwer… Da ist der Spagat schwer.
Unsere Kids sind jetzt 6, 8 und 10 und dürfen auch nur in den Ferien – pro Ferien 1 Mal – einen Film schauen. Was Medien angeht sind wir sehr zurückhaltend. Kurze Videos 20min vielleicht einmal in 2 Wochen, wenns gerade zum Thema passt.
Aber klar, sie können bei vielem nicht mitreden und es ist anstrengender als Eltern. Wobei gefühlt viele andere Kinder das echte Spielen schon verlernt haben. Unsere spielen auch noch 3h Playmobil Rollenspiele. Gibt wenige Besuchskinder, die das durchhalten.
Mal schauen wie lange ich standhaft bleibe ..
Ich sehe das wie du, Katharina. Allerdings wäre ich nicht so höflich, zu betonen, dass es auf die Umstände ankommt.
Zocken ist was Bescheuertes! Und sobald es regelmäßig stattfindet, hat es nur negative und keinerlei positive Konsequenzen!
Ich arbeite in einer Grundschule und da gibt es Kinder, die kennen kein Brett-oder Kartenspiel, haben aber 2-3 Konsolen zuhause. Grässlich.
Das sehe ich anders. Warum soll denn zocken grundsätzlich etwas Bescheuertes sein ?
Das sind andere Hobbys doch auch erstmal nicht. Es kommt doch immer darauf an, was noch im Leben der Kinder und Teens passiert.
Ich kann bei meinem Sohn (14) durchaus soziale Kompetenzen beim zocken finden. Sich mit einigen Freunden gleichzeitig verabreden und gemeinsam ein Ziel verfolgen, ein Match gewinnen, das ist doch etwas Schönes.
Ich bin Grundschullehrerin und habe aktuell eine 2. (!) Klasse, in der 90% aller Kinder (vor allem die Jungen) Konsolen zu Hause haben und größtenteils täglich zocken und das merkt man! Die Konzentrationsfähigkeit endet bei den meisten bei 5-10 Minuten, in der Pause wissen sie oft nicht, was miteinander anfangen und die Feinmotorik ist zum Heulen! Von Theaterbesuchen etc. mal ganz abgesehen…
Ich bin da inzwischen rabiat und sage, dass das am Zocken liegt (egal ob Handy oder Bildschirm)!
Mein Sohn (10 Jahre) weiß auch, dass bei uns keine Konsole einziehen wird. Ich bin total bei dir, Katharina, mir ist es dann auch egal, wenn ab und zu in der Stadtbücherei oder bei einem Bekannten (auch lange) zockt, aber daheim haben wir keine Diskussionen darüber!
Seine drei besten Freunde haben zuhause auch keine Konsole, insofern findet er das aktuell auch vollkommen normal.