Impfen? „Nach unserem Nein werden wir beim Kinderarzt nicht mehr behandelt“

Impfen

Symbolfoto: pixabay

Ihr Lieben, unsere Leserin hat seit der U5 keinen Kinderarzt mehr, weil sie ihr Kind nicht weiter impfen lassen möchte und die Praxis sie nicht weiter behandeln möchte. Wir haben sie gefragt, wie sie selbst für sich und gesamtgesellschaftlich zum Thema Impfen steht uns warum sie sich entschieden hat, damit aufzuhören.

(Anmerkung der Redaktion: Die folgenden Antworten sind die persönlichen Einschätzung einer Mama, deren Ärztin ihren Weg nicht mitgehen möchte. Da unsere Kinder geimpft sind, interessiert uns aber, was jemanden bewegt, der das anders sieht und auf welcher Grundlage solche Entscheidungen entstehen und wie dann damit umgegangen wird.)

Du hattest gestern mit deinem Kind die U5 und wurdest quasi aus der Praxis gebeten. Was ist vorgefallen? 

Ja, ich hatte gestern mit meinem Sohn die U5, ich hab mich eigentlich schon riesig gefreut, war gespannt, was dort alles gemacht wird und was die Ärztin mir sagt, wie er sich entwickelt usw. Also sind wir hin, im Wartezimmer durften wir wieder mal lange warten, naja, das nimmt man so hin (trotzdem hab ich das Gefühl, dass wir anders behandelt werden).

Eine Arzthelferin, die übrigens sehr nett war, hat mich und meinen Sohn dann geholt zum Wiegen und Messen, hat mich dann auch gefragt, ob ich ein Augenscreening machen möchte, das würde aber 30 Euro kosten. Da hab ich natürlich ‚Ja“ gesagt. Bis dahin war auch noch alles super.  

Und dann?

Danach kam die Ärztin, setzte sich, Tippe in ihren Tasten und fragte mich direkt, warum ich mit dem Impfen hinterherhänge…. 

Ich antwortete: Mein Mann und ich sind zu dem Entschluss gekommen, unseren Sohn nicht weiter zu Impfen, da uns das zu viel ist. Unser Sohn ist super gesund, wir selbst sind auch ungeimpft und wir möchten das nicht. Das Einzige, was er bekommen soll ist die Impfung gegen Windpocken/Röteln.

Wie hat die Ärztin reagiert? 

Impfen

Sie war damit nicht einverstanden und wurde direkt sehr anders. Sie sagte, mein Kind könne lebensgefährliche Krankheiten bekommen, sie hätten in der Praxis viele Patienten, Krebskranke, Säuglinge usw. und man könne es nicht verantworten, dass mein ungeimpftes Kind dann die anderen anstecke. wenn ich meinen Sohn nicht mehr impfe, bräuchten wir nicht wiederzukommen und müssten uns einen anderen Arzt suchen, sie könne ihn dann nicht weiter behandeln. Sie würde mir Bedenkzeit geben.

Die Ärztin hat gesagt, Sie könne es nicht verantworten, dass mein ungeimpftes Kind andere Menschen in der Praxis anstecke. 

Was war das für ein Gefühl bei dir? 

Ich war schon wütend, aber gleichzeitig hatte ich aus Mitleid und fand es lächerlich. Weil ich finde, dass ein Arzt so etwas niemals sagen sollte. Mein Gefühl sagt mir, dass es dann hier wohl nicht um das Wohl des Kindes geht.

Wie hast du vor Ort reagiert? 

Ich sagte nur: Dann ist das so. Er wird nicht geimpft! Dann hat sie einmal auf meinen Sohn geschaut, auf den Bauch, Intimbereich, hat ihn zur Seite, nach oben und unten gedreht und das war´s. 

Ich wollte dann noch etwas wissen zu seinem Stuhlgang. Sie sagte: Suchen Sie das Foto, ich komm dann nochmal. Gemacht, getan. Antwort bekommen… und weg war sie. Ich stand da wie Doof, ich hab gedacht, dass sie mir vielleicht noch etwas zur Ernährung erzählt oder zum Zahnen…, aber da kam nichts und so ging die U5 zu Ende. Man wurde einfach abgeschoben und man hat es uns auch spüren lassen. Wir suchen uns jetzt einen neuen Arzt. Wir lassen uns überraschen, wie es dort wird. 

Habt ihr euch sonst bislang gut aufgehoben gefühlt in der Praxis? 

Am Anfang haben wir gedacht: Super Praxis, alle nett und keine langen Wartezeiten. Bis das Thema Impfen kam und man mich viermal gefragt hat und ich jedes Mal Nein gesagt habe. Bei jedem weiteren Besuch konnte ich fast immer mindestens eine Stunde warten und die Untersuchungen waren kurz und schnell vorbei. Wir wurden seit dem Tag, an dem wir sagten, dass wir keine weitere Impfung wollen, sofort anders behandelt. Es wurde nur noch das Nötigste gemacht.

Wie reagiert dein Umfeld?

Einige Menschen reagieren geschockt auf unsere Rauswurf und denken so wie wir. Die anderen sind der Meinung des Arztes. 

Welche Impfungen wolltest du nicht ohne Rücksprache durchführen lassen? 

kind impfen 2 256554

Mein Kind hat einmal die 6fach-Impfung damals bekommen und zweimal die Schluckimpfung. Danach hatte er mit Bauschmerzen zu kämpfen und dann war uns klar: keine weiteren Impfungen.  
Jetzt wollte man ihm noch zweimal die 6fach-Impfungen geben, zweimal Pneumokoken, zweimal Meningokokken B und die RSV. 

Warum hast du dich entschieden, deinem Kind diese Impfungen nicht geben zu lassen? Auf welcher Basis hast du diese Entscheidung für dich und euch getroffen?

Wir haben uns dagegen entschieden, weil es für uns einfach viel zu viel ist. Wir haben ein gesundes Kind, sein Immunsystem ist super, mein Mann und ich waren im Winter krank mit Grippe und unser Sohn hat nicht einmal was gehabt. Wieso soll ich ein gesundes Kind so viel impfen? Dann seine Bauchschmerzen nach dem ersten Impfen, da wusste ich: Nein, auf keinen Fall weiter machen. Ich halte nichts davon, sich gegen alles impfen zu lassen.

Überlegst du jetzt doch nochmal oder bist du nun Team: Erst recht nicht mehr?

NEIN, da gibt es keine Überlegung. 

Bist du selbst geimpft? Gegen was, gegen was nicht? 

Wir sind beide leider einmal gegen Corona geimpft, sonst sind wir komplett ungeimpft. Es war damals schon ein Zwang und leider haben wir da einmal mitgemacht und das passiert uns jetzt nicht nochmal und schon gar nicht mit unserem Kind. 

Möchtest du dazu abschließend noch etwas sagen?

Jeder sollte für sich selbst entscheiden, was er tut und was nicht. Ich finde es eine absolute Frechheit, Menschen hier zu etwas zwingen zu wollen. Wie kann mein Kind andere Menschen so gefährlich anstecken, die doch alle 100mal geimpft sind? Ich habe gestern wieder einmal bemerkt, wie hoch der Druck da von Ärzten, Gesellschaft und Politik ist.

Wie kann es sein, dass ein Arzt eine Mutter und ihr Kind nicht weiter behandelt, wenn nicht alles mitgemacht wird? Mein Gefühl ist: Die greifen zu solchen Mitteln, weil sie Profit machen und Geld verdienen wollen, sonst würden sie das anders angehen.

Bei Impfungen geht es ja wirklich um den Herdenschutz, Impfungen helfen, damit keine größeren Seuchen mehr ausbrechen, du sagst ja selbst: Wie soll sich mein Kind anstecken, wenn doch so viele andere geimpft sind. Das wäre aber ja nicht so, wenn alle so entscheiden würden wie du. Wie gehst du mit der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung um? 

Es ist meine Meinung, wie gesagt: Jeder muss das selbst entscheiden. Ein menschlicher Körper sollte ein gutes Immunsystem aufbauen können, das ist wichtig. Es muss endlich aufhören, dass die Ungeimpften ausgeschlossen und in Schubladen gesteckt werden, das darf nicht sein. Wir sind doch dadurch nicht schlecht. 
Ich bin in meinem Leben schon immer überall angeeckt in der Schule auf der Arbeit, ich bin es gewohnt, aber das, was da jetzt passiert ist, ist etwas, dass ich nicht einfach so hinnehmen kann. Ich fand das unmenschlich. 

1762e73c687e4471a9ac6d18ac248e67


63 comments

  1. Als ich den Verdacht hatte, dass mein Mann mich betrügt, schrieb ich Vladimirhacks auf Instagram und er half mir, sein Handy auszuspionieren. Du kannst das Gleiche für ihn tun.

  2. Ich muss gestehen , nachdem ich mir das Interview erneut durchgelesen habe, glaube ich, dass die Mutter dahinter fake ist. Nehmt ihr persönlichen Kontakt zu den Menschen auf oder läuft es ausschließlich über Mail?
    Denn dann, vermute ich, hat sich jemand einen üblen Scherz erlaubt.

    Stellen wir uns vor, ich bin mein Leben lang ungeimpft und es ist nie was passiert. Ich stehe dem Impfen demnach sowieso einigermaßen kritisch gegenüber, was mir in der Coronakrise dann nochmal sehr deutlich vor Augen geführt wird. Diese bereue ich sowieso schon sehr.
    Warum sollte ich dann überhaupt auf die Idee kommen, ansatzweise auszuprobieren, mein Kind impfen zu lassen. Das ist doch absurd, an diesem Punkt wäre doch meine Haltung klar: keine Impfung für mein Kind..denn sowohl mein Mann und ich sind ungeimpft super durchs Leben gekommen.
    Daher scheint für mich an diesem Interview irgendwas nicht zu stimmen. Dazu kommt, dass Impfgegner immer über die toxischen Inhalten erzählen usw. , damit sie die wissenschaftlichen Fakten damit konterkarieren können. Das passiert hier so gar nicht.

    Für mich klingt es nach jemanden, der einfach mal n bissel die Leute provozieren wollte, was ihm ja auch gelungen ist.

    Es gibt Impfgegner und Impfkritiker, aber ich habe noch nie im Leben eine Mutter getroffen die sagte, ich probiere die Impfung mal, aber wenn es darauf reagiert( Spoiler : mit einem 6 Monaten altem Kind läuft kein Tag gleich,man kann also jegliches Verhalten als Impfreaktion ansehen), dann lass ich es bleiben.
    Das klingt für mich bestenfalls unlogisch und fake; schlimmstenfalls abgrundtief naiv.

    1. Exakt! Eine solche Mutter würde sich auch von Beginn an einen anderen Kinderarzt suchen. Ich persönlich glaube hier nicht nur an eine gefakte Interviewpartnerin sondern an ein gänzlich erfundenes Interview.

  3. Ich finde es richtig , dass diese Meinung zum Impfen veröffentlicht wird. Jeder kann selber denken und für sich entscheiden ob er/sie das gut oder nicht gut findet. Diesen Artikel als gefährlich darzustellen ist ja wohl etwas hoch gegriffen. Es gibt nun mal erwiesenermaßen Impfschäden , auch wenn die offizielle Zahl sehr gering ist, so gibt es eine höhere Dunkelziffer.Für die Leute, die an Impfschäden leiden, ist es enorm wichtig, dass es auch kritische Stimmen zum Impfen gibt. Es lebe die Meinungsfreiheit !

    1. Meinungsfreiheit ist wichtig! Gar keine Frage.
      Aber beim Impfen sollte es nicht um Meinungen, zumal auch noch sehr unreflektierte, gehen, sondern um wissenschaftliche Fakten. Und die sind in dem Fall sehr eindeutig.

      Ja, es gibt auch das Risiko von Impfschäden. Aber das Risiko hierfür ist immer deutlich geringer, als das Risiko, was die Krankheit birgt. Ansonsten gibt es keine Zulassung/Empfehlung der Impfung.

      Viele der Kritikpunkte der Kommentartorinnen hier richten sich zudem auch nicht gegen die Meinung der Impfgegnerin im Bericht, sondern gegen den unkritischen Journalismus, der dem Artikel zu Grunde liegt. Unreflektierte Aussagen werden nicht hinterfragt und Dinge, die einfach Blödsinn sind, werden so stehen gelassen. Das hat aber nicht unbedingt etwas mit Meinungsfreiheit zu tun.

    2. @Franziska: Du hast sicherlich seriöse wissenschaftliche Quellen zu Deiner Aussage mit der Dunkelziffer, die Du mit uns teilen kannst?

    3. @Franziska. Es ist wichtig, Meinungen und Fakten zu unterscheiden. Wenn ich sage, dass ich finde, rot und grün passen nicht gut zusammen, dann ist das eine Meinung und damit schade ich niemandem. Wenn meine Schüler aber behaupten, der Satz des Pythagoras sagt, dass a+b=c ist, dann muss ich ihm sagen: guck Dir das nochmal an, die Sache ist ein bisschen komplexer. Und wenn er dann sagt, dass das aber seine Meinung sei, dann muss ich ihn mit wissenschaftlichen Argumenten überzeugen, bei dem Beispiel sehr einfach, dass er falsch liegt.
      So verhält es sich auch beim Impfen. Man kann gern glauben, dass ein bisschen Bauchschmerzen schlimmer ist, als SSPE durch Masern zu bekommen oder an Diphterie zu sterben, aber es stimmt halt nicht.
      Und dass es eine hohe Dunkelziffer bei Impfschäden gibt halte ich auch erstmal nur für ein unbewiesenes Gerücht.
      Und nur weil jeder selbst denken kann, heißt das auch nicht, dass dieses Denken immer sehr erfolgreich sein muss.

    4. Meinungsfreiheit bedeutet, dass jeder im öffentlichen Raum sagen kann, was er möchte (mit ganz wenigen Ausnahmen), ohne dafür strafrechtlich verfolgt zu werden.

      Ich kann mich auf den Marienplatz stellen und schreien. „Die Erde ist eine Scheibe.“
      Ich kann das posten, Flyer verteilen und ein Buch drüber schreiben.

      Wenn man das dann aber filmt und ungefiltert in der Tagesschau abspielt, grenzt das an Volksverdummung.

  4. Moin,

    Ich finde, es braucht keine warnenden Worte oder eine Gegendarstellung zu diesem Artikel.
    Wer mit gesunden Menschen Verstand liest, tut den Artikel als „Meinung“ ab und lacht sich ins Fäustchen über die etwas kruden Ansichten.
    Egal was wir hier schreiben, die Frau wird sich immer im Recht fühlen. Da prallen Welten aufeinander.

    Und wer als Impfgegner bzw Skeptiker per Zufall im Internet über den Artikel stoplert, wird sich eben bestätigt fühlen. Ob da nun noch ein seriöses Arzt Interview hinterher kommt oder nicht. Das Mindest ist oft festgesetzt.

    Nur diese Menschen kennen die „echte Wahrheit“, wir anderen sind einfach zu gutgläubig und lassen uns von der Pharma Industrie einlullen… Alles schon zig mal, auch mit anderen Themen, so gehört.

    Die Mama im Artikel tut den Impfgegnern einen Bärendienst: wie bekloppt man denken kann, wird in diesem Artikel einfach deutlich. Das kann ich einfach nicht ernst nehmen. Im Real Live würde ich auch kaum mit so einer Person diskutieren.

    Viele Grüße
    Stiefelkind

    1. Hallo Stiefelkind,

      Da bin ich anderer Meinung.
      Du hast recht und jeder darf denken was er will und kann das persönlich kundtun.

      ABER wieso hier? Wenn ich dem eine Bühne gebe unterstütze ich das.

      Mit der Verfasserin diskutieren macht sicher keinen Sinn, aber ich frage mich warum das hier publiziert wird.

      Meinungsfreiheit heißt nicht, dass Ich jede Meinung in die Welt posaunen muss.

  5. Gegen eine Corona-Impfung zu sein, kann ich nachvollziehen. Die Massse der Menschen war so gesehen ein Versuchkaninchen, man wusste nichts GENAUES.

    Doch die grundlegenden, wichtigen Impfungen retten Leben, erhalten die Gesundheit. Sicherlich gibt es unter Millionen Geimpfter auch Geschädigte, jedoch ist die Anzahl gering im Vergleich.

    Im Grunde verlässt diese Impfverweigerin sich auf die Impfbefürworter, DENN nur durch Herdenimmunität kann ein Land wie unseres diesen Gesundheitsschutz bieten. Ihre Logik ist absurd, eingeschränkt und hat die Eltern haben die Denkweise eines bockigen Kindes. Wow, einfach nur wow… und wenn dem Kind doch etwas geschieht hinsichtlich VERMEIDBARER Krankheiten, wird gewiss das Krankenhauspersonal beschuldigt, da es nicht die Ergebnisse bietet, welche diese ignoranten Eltern von ANDEREN erwarten.

    1. Das ist genau so krude. Gerade, weil die Corona-Impfung massenweise gegeben wurde, hatte man innerhalb kürzester Zeit genau die gleiche Datenlage, wie bei den landläufig gebräuchlichen Impfungen. Es gibt keine Langzeitwirkungen von Impfungen, im Sinne von unerwünschten Wirkungen.

      Ansonsten möchte ich Stiefelkind von Herzen recht geben, wozu bei soviel Unsinn eine Gegendarstellung posten. Das wertet nur auf, was eigentlich nur ein ungläubiges Lächeln und die Löschtaste verdient hat.

      Ich frage mich nur, warum man so einen Dünnsinn im Blog veröffentlicht. Mir wäre es peinlich, Aber ich muss den Blog nicht lesen und tue es auch immer weniger.

      1. Ich finde es richtig und wichtig, dass dies hier auch veröffentlicht werden darf. Es geht ja primär eigentlich nicht um die Frage Impfen oder nicht, sondern um das Gefühl der Ausgrenzung wenn andere Meinungen vertreten werden.

        1. Ja, ja, da wären wir wieder bei der Gefühle versus Fakten Diskussion. Bei diesem Beitrag hat eine Person eine persönliche Befindlichkeit und die Ärztin hat dadurch sachlogische Zwänge. Ein klassisches Missverständnis. Oder eben die unreife Haltung, dass man immer alles haben kann. Das ist mein täglich Brot, sowas zu erklären und vielleicht auch weiter zu helfen. Aber ehrlich im Internet? Wozu, wem nützt es? Die Ärztin kann ihr zig mal sagen, ich habe den Schutz meiner anderen Patientinnen im Sinn, es kommt wohl nicht an. Meinst Du ehrlich, die Beitragserstellerin hat nun akzeptiert, dass eine Entscheidung immer auch bestimmte Konsequenzen hat, die man nun mal tragen muss, auch wenn man es blöd findet? Ich bezweifle es. Und in diesem beschriebenen Ablauf habe ich nun kein einziges Mal ihre Argumente inhaltlich beleuchtet. Das ist nach meinem Empfinden nutzlos. Da hast Du recht und genau das habe ich oben geschrieben, aber auf diese Befindlichkeiten einzugehen mit diesem Medium ist es meist auch.

        2. Auch wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass es nicht ums Thema Impfen geht, sondern um das Gefühl der Ausgrenzung, dann frage ich mich, was das ganze soll.
          Die Beitragschreiberin hat eine Entscheidung getroffen, darf sie natürlich, und fühlt sich jetzt durch die logischen Konsequenzen, die nicht aus Boshaftigkeit sondern aus sachlichen Gründen gezogen werden, ausgegrenzt. Es tut mir leid, aber das ist sehr kindisches und egoistisches Denken.
          Wenn ich mich dafür entscheide, mich nie mehr zu waschen, brauch ich mich auch nicht darüber zu wundern, wenn im Bus niemand neben mir sitzen will 😉

          Als erwachsener Mensch muss man eben mit den Konsequenzen seines Handelns leben. Das ist nicht immer einfach und nicht immer schön, gehört aber eben dazu. Sich dann als ungerecht behandelt wahrzunehmen zeugt m.M.n. von einer gewissen Unreife.

  6. Ich bin auch sehr verwundert darüber, dass hier keine Einordnung seitens der Bloggerin stattfindet. Teilen diese womöglich die Einstellung der Mutter dieses Artikels? Ich finde es unverantwortlich, diesen Artikel so stehen zu lassen, und kann daher wirklich nur vermuten, dass er den Einstellungen von Lisa und Katharina entspricht. Ansonsten fordere ich euch beiden hier direkt auf, euch zu diesem Artikel zu äußern!

  7. Liebe Lisa, liebe Katharina,
    auch ich habe das Interview wie die anderen Frauen, die hier kommemtiert haben mit einem sehr mulmigen Gefühl gelesen.
    Ich fände es schön wenn ihr einordnen würdet warum man dieser völlig unaufgeklärten Sichtweise eine Plattform bietet. Hier hätte es m.E. wesentlich kritischere Nachfragen eurerseits gebraucht.

  8. Das eigentliche Problem ist ja, dass sehr viele frei erfundene „Wahrheiten“ im Internet herumgeistern. Und dass sehr viel mit Ängsten gespielt wird. Diese Mutter glaubt bestimmt wirklich daran, ihrem Kind etwas Gutes zu tun, indem sie es nicht impfen lässt. Weil ihr wesentliche Basics fehlen, um Fakten von Unwahrheiten zu unterscheiden.
    Und wer in Biologie/Chemie/Physik nur wenig Hintergrundwissen hat und vielleicht noch ein bisschen esoterisch angehaucht ist, glaubt am Ende wirklich, dass Wasser ein „Gedächtnis“ hat. Oder dass eine 6-fach Impfung „zu viel“ für das Kind ist. Dazu kommt vielleicht noch eine gewisse Angst vor einer vermeintlichen Schuld. Wenn mein gesundes Kind durch meine Entscheidung zum Impfen einen Schaden davonträgt, fühle ich mich schuldig. Wenn mein gesundes Kind aber ohne mein Zutun erkrankt, fühle ich mich erstmal nicht schuldig. Erkrankungen passieren nun mal. Wir bräuchten hier noch mehr Aufklärungsarbeit. Was sind das überhaupt für Krankheiten, gegen die wir impfen? Und warum sind die so gefährlich? Die Mutter tut mir leid. Sie möchte bestimmt nur das Beste für ihr Kind, aber tut leider genau das Gegenteil.

    1. Richtig, es gibt so viele Unwahrheiten und wenn man nicht zufällig vom Fach ist, kann man das schwer einordnen. Dazu kommt dass die Algorithmen der Webseiten dafür sorgen, dass man immer mit Internetseiten versorgt wird, die die eigene Meinung stützen.

      Durch ihre Radikalität wehrt die Mutter außerdem jeden Versuch ihr beim Verständnis zu helfen, direkt ab.

      Auch die Corona – Impfung war übrigens nicht gefährlicher als andere Impfungen, aber um das zu glauben muss man leider viel über Biologie und auch über Statistik wissen. Das kann man von den Menschen nicht verlangen! Die schlechte Kommunikation in dieser Zeit damals hat sicher dazu beigetragen, dass viele Leute das nicht einfach glauben wollten und dass einige Menschen, wie diese Mutter, sich sogar als Impfgegner radikalisiert haben. Und leider hat es auch dazu geführt, dass sie von den anderen Menschen ausgegrenzt werden. Denn es ist sehr schwer mit jemandem zu reden, der wissenschaftliche Fakten ablehnt und mit Gefühlen argumentiert. Dabei kann ich jeden verstehen der Angst hat vor einer Impfung oder vor sonstigen medizinischen Intervention. Gegen Angst helfen aber Fakten. Man muss sie nur an sich heran lassen.

  9. In den USA leben seit ein paar Jahren längst totgeglaubte, schwere Erkrankungen wieder auf, weil dort einige so denken wie die Befragte. Es gab etliche Todesopfer.

    Das kommt dabei heraus, wenn wir Impfungen ignorieren und uns ins 18. Jahrhundert zurückwünschen, bevor einige der wichtigsten Medikamente der modernen Medizin entdeckt wurden.

    Will man das? Also ICH nicht!

  10. Liebe Lisa, liebe Katharina,

    ich habe immer gerne über unterschiedliche Familienkonzepte, Meinungen und Lebenswelten auf eurer Seite gelesen. Aber selbst mit dem Vorsatz, dass es sich um eine Meinung handelt, die nicht euere ist, finde ich dieses Interview gefährlich.
    Es gibt einfach eine sehr, sehr klare Datenlage, wie viel Impfungen helfen (der geimpften Person, sehr oft aber auch dem Umfeld). Als Ärztin hätte mich natürlich interessiert, was die Gründe sind, warum die Mutter gegen Impfen ist. Aber: Ihr veröffentlicht ja auch keinen Artikel über Eltern, die ihre Kinder zur Strafe ohne Essen ins Bett schicken oder „mal eine Klapps auf den Po geben“. Ich wähle das bewusst so polemisch. Dazu kommt: Als Frauenärztin, die jeden Tag Frauen behandelt, die HPV (humanes Papiloma Virus) haben, sehe ich jeden Tag, was eine Impfung verhindern kann (nämlich Gewebeveränderungen, die sogar zu Krebs werden könnnen.)
    Ich kann die Ärztin verstehen- ich hätte es aber vermutlich so gelöst, dass die ungeimpften Kinder vor der Praxis warten müssen und am Ende der Sprechstunde angeschaut werden können. Ich akzeptiere fast alle Entscheidungen meiner Patientinnen, muss aber an alle anderen Patientinnen denken.

  11. Oh je. Warum dafür eine Plattform bieten? Vor allem wenn (zumindest so wie es geschrieben wurde) der Eindruck entsteht , dass es einfach null fundiert und durchdacht ist. Die 6fach Impfung angefangen aber nicht fertig geimpft- warum?? Ist doch inkonsequent. Darüber das die Impfung gegen Rotaviren vorübergehend Bauchschmerzen machen kann sollte der Kinderarzt aufgeklärt haben.
    Die wissenschaftlichen Daten sprechen doch einfach für sich.
    Ansonsten schlecht informierte Mutter, schlecht recherchierter Artikel denn normalerweise ist der Impfstoff gegen Röteln und Varizellen ein Kombiimpfstoff mit Mumps -Masern-Röteln +\- Varizellen. Zumindest in Deutschland gibt es m. E. keinen monovalenten Impfstoff.
    Da kann man nur hoffen, dass das Kind wirklich ein gutes Immunsystem hat und alle aussenrum auch.
    Chapeau an die Kollegin- sehr verantwortungsvoll im Sinne der anderen Patienten gehandelt!

  12. Schade, dass es für das Kinderkriegen keinen Führerschein bedarf! Ich hoffe sehr, dass das Kind einigermaßen gesund groß wird und dann selber über seine Gesundheit entscheiden darf!

  13. Dass der Arzt sie nicht behandeln möchte, find ich nicht gut.

    Aber dass die Mutter denkt, Bauchschmerzen! Nein, das Kind wird nicht geimpft, fehlt mir aber das Verständnis dafür. Ich hab den Eindruck, dass sie sich nicht weiter informiert und ziemlich schnell ihren Standpunkt hat. Ich kenne einen, der auch Impfgegner ist, allerdings hat der sich sehr viel informiert und konnte mitreden. (Aber dass der Person weiterhin Gegner war, ist eine andere Geschichte)

    Ob der Bauchschmerzen ein Zufall war? Meine Kindr haben auch nach Impfung gefiebert aber das ist ein Zeichen, dass der Körper es annimmt und arbeitet. Quasi eine Schulung erhalten hat und so reagiert.

    Ich persönlich war als Baby ungeimpft und hatte unglaublcih viele Kinderkrankheiten und wurde dadurch „geschädigt“, also habe eine Behinderung erlitten. Meine Mutter bereut sich so sehr und rät jedem, sich bitte nochmal zu informieren, warum Impfen wichtig ist.

    Normalerweise akzeptiere ich alle Meinungen, aber es geht um diesen Kind und auch andere Kinder, die durch dieses Kind gefährdet sind. Übrigens, in Kita kommen alle Kinder nur mit Impfausweis.

  14. Liebe Autorin, ich bin Hausärztin und stimme dir grundsätzlich zu, dass du dich hinsichtlich deiner eigenen Gesundheit frei entscheiden kannst. In diesem Falle geht es allerdings um dein Kind und das macht die Sachlage schon etwas komplexer. Und beim Thema Impfungen finde ich es sehr wichtig, dass man sich gut informiert, wenn man von den Stikoempfehlungen abweichen möchte. Welche durch Impfungen verhinderbare Erkrankungen sind lebensbedrohlich? Bei welchen Impfungen kann eine Herdenimmunität aufgebaut werden, mit der ich Ungeimpfte (die z.B. im Rahmen einer Chemotherapie keine Impfungen erhalten dürfen) mit schütze? Wie hoch ist das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen der Impfungen? Ich verstehe dein Gefühl, dass dein Kind gesund ist und du auf das eigene Immunsystem vertrauen möchtest. Aber leider ist das Gefühl trügerisch, denn auch als Immunkonpetenter kann man sich infizieren und schwer erkranken. Ich musste noch keinen Patienten wegen fehlender Impfbereitschaft aus der Praxis schmeißen, aber bisher konnte ich auch immer einen Kompromiss finden. Wenn du zu einem neuen Arzt wechselst , informiere dich vorher und hör dir seine/ihre Argumente an, damit ihr ein vertrauensvolles Arzt-Patientenverhältnis aufbauen könnt und dein Kind bestmöglich geschützt ist.

  15. Auch mich schockiert dieser Artikel. Als einzige Argumente gegen das Impfen werden Bauchschmerzen als Nebenwirkungen und das gute Immunsystem des Kindes aufgeführt. Ganz offensichtlich besteht ein riesiges Unwissen in Bezug auf die Gefahr, die von Krankheiten wie Keuchhusten, Masern usw. ausgeht.
    Unsere Nachbarn sind auch Impfgegner, ihre Kinder haben keinerlei Impfungen erhalten (obwohl eines ihrer Kinder beinahe an Keuchhusten gestorben wäre, haben auch die anderen beiden Kinder keine Impfung erhalten). Mein Sohn musste einige Wochen nach der Geburt operiert werden, war während der ersten Lebensmonate geschwächt. Der Nachbarssohn spielte regelmässig bei uns im Haus und als mein Sohn zwei Monate alt war, teilte die Nachbarin mir mit, dass ihr Sohn, der einige Tage zuvor noch bei uns ein und ausgegangen war, an Keuchhusten erkrankt sei. Die Angst um mein Kind war sehr gross, war er durch die Operation doch geschwächt und noch nicht geimpft. Zum Glück ist alles gut gegangen und er hat sich nicht angesteckt. Nicht auszudenken, welche Folgen eine Ansteckung für ihn bedeutet hätte. Es ist unabdingbar, dass alle Menschen sich impfen lassen, um diejenigen zu schützen, die darauf angewiesen sind. Alles andere ist purer Egoismus.

  16. Hallo zusammen,

    Ich kann mich der Meinung der anderen Antworten nur anschließen und hätte wirklich gerne eine Stellungnahme wieso hier solchen Ansichten eine Bühne gegeben wird.
    Sonst habt ihr auch mich als Leser verloren.
    Es liest sich sehr nach billigen Sensationsjournalismus. Viel polarisierendes Drama, kein Inhalt. Traurig.
    Ich fand den Blog noch vor nicht allzu langer Zeit sehr gut, aber es driftet immer mehr in diese Richtung ab.

    1. Dem stimme ich zu. In letzter Zeit werden hier leider Artikel von Personen veröffentlicht, die ganz viel Drama machen, nur um dann versteckt auf ein Buch oder Coaching aufmerksam zu machen, das sie selbst geschrieben haben oder betreiben.

  17. Wirklich haarsträubend der Artikel. Und einigermaßen verantwortungsarm, diese Plattform zu bieten. Jetzt bekommt die Autorin Gegenwind, dass wird sie nur darin bestätigen, dass alle anderen doof sind. Du meine Güte, wenn einem 1000 Fahrzeuge auf der Autobahn entgegen kommen, drängt sich nicht der Gedanke auf, dass man selbst der Geisterfahrer ist?
    Man ruht sich auf der Solidargemeinschaft aus und gefährdet schwächere und fühlt sich noch als der moralisch und intellektuell überlegene. Wirklich arm.
    Aber ach, hätten dass die Leute früher nur gewusst: wer ein gutes Immunsystem hat erkrankt nicht. Hätten nicht reihenweise Kinder an Typhus, Masern, Pocken sterben müssen. Du meine Güte.
    @Stadtlandmama.de: was sind eure Motive für diesen Artikel? Clickbaiting? Funktioniert offenbar

  18. Bitte bringt doch morgen dann einen Artikel von einem Kinderarzt, der diesen Schwachsinn einordnet. Wer in unserer Gesellschaft Teil ein möchte, der muss eben Regeln befolgen. Wenn man sich aber dafür entscheiden möchte, alleine irgendwo im Busch sein dasein zu fristen: go ahead. Dann würde dieser egoistische Ansatz funktionieren. Gott sei Dank hat die Ärztin zum Schutz aller anderer kleiner Patienten so entschieden. Bitte bietet den Impfgegnern keine weitere Platform.

  19. Der Unterschied der Coronaimpfung und den Impf-Empfehlungen für Kinder ist, dass bei Corona eine Entscheidung getroffen werden musste, bevor ausreichen Datenmaterial zu Nutzen und Schaden vorlag. Bei den meisten Kinderimpfungen sind das Impfstoffe, die seit Jahren genutzt werden und für die ausreichend Datenmaterial vorliegt.
    Die sollte man nicht in einen Entscheidungstopf werfen.

    1. Das stimmt so nicht. Auch bei den Corona-Schutzimpfungen wurden alle Regularien zur Zulassung eines Impfstoffes eingehalten. Das Besondere an dem Verfahren war, dass viel Risiko der Hersteller aufgenommen wurde und die einzelnen Verfahrensschritte, so wo möglich, gleichzeitig durchlaufen wurden. Deswegen war man in der Lage, den Impfstoff deutlich schneller zuzulassen als unter normalen Umständen.

      1. Liebe Anna,
        die Einhaltung der Regularien habe ich nicht bestritten. Dennoch sind die Anzahl der vorliegenden Daten bei einer Neuzulassung und einem langjährig erprobten Impfstoff deutlich verschieden. Mehr Daten erhöhen die Sicherheit, mit der Kosten- Nutzen-Abwägungen getroffen werden. Und manch Nebenwirkung hat sich erst im Laufe der Zeit gezeigt.
        Ich will an den Corona-impfungen nichts kritisieren, habe mich auch selbst impfen lassen. Bei diesen verstehe ich nur die Zurückhaltung von Menschen deutlich eher als bei den bewährten Kinderimpfungen. Und die Argumentation der Autorin, dass sie ihre Corona-Impfung bereut und u.a. deshalb jetzt das Kind nicht impft, ist mehr als fragwürdig.

  20. Der Satz: „Wie kann mein Kind andere anstecken, wenn alle zu 100% geimpft sind“ ist doch total absurd. Hat sie an die Neugeborenen, Kinder mit Immunschwäche und sonstigen schwerwiegenden Krankheiten , die eine Impfung nicht erlauben, gedacht? Diese Kinder werden alle von umgeimpften Kindern gefährdet.
    Sie fordert, dass ihre Meinung akzeptiert wird, kann aber nicht die Entscheidung ihrer Ärztin die die Gefahr, eines Kindes, das mit Masern in der Praxis sitzt und Neugeborene ansteckt, nicht haben möchte akzeptieren.
    Sie möchte, dass ihre Sichtweise anerkannt wird, akzeptiert aber nicht die Schutzmaßnahme der Ärztin gegenüber Neugeborenen, die dann evtl. mit einem Masernkind in der Praxis warten.

  21. mal ganz davon abgesehen dass nicht jede Korrelation eine Kausalität darstellt… im Alter von ca einem halben Jahr bei der U5 (oder eher weniger, es geht ja um eine Impfung in der Vergangenheit) bei Bauchweh direkt an die Folge der Impfung zu denken ist durchaus fraglich.

    einen solchen Artikel unkommentiert seitens des Interviewers stehen zu lassen grenzt für mich an Framing. einen Artikel contra Impfung, ggfs die Tage einen pro Impfung – voilà, schon entsteht der Eindruck von 50% dafür, 50% dagegen. Das ist in meinen Augen fahrlässiger Umgang mit einem Thema.
    Ich finde es löblich, wie die Ärztin reagiert hat und es würde mich bestärken, diese weiterhin aufzusuchen, wäre es meine.

    1. Da stimme ich dir zu.
      sorry, aber bei der U5 sind die Kinder ca. 6 Monate. Ich wäre heilfroh gewesen, wenn ich mit 6 Monaten genau hätte sagen können, warum mein Baby weint. Klar, auch ich hatte manchmal das Gefühl, dass es Baby Bauchweh hat. Aber sicher kann man sich da doch fast nie sein. Und dann auch noch genau zu wissen, woher das Bauchweh kommt…

    2. Ja! Stichwort False Balance. Dieses gefährliche Interview gehört umgehend gelöscht. Wissenschaftsfeindlickeit und Impfgegnertum darf keine Plattform geboten werden. Ich bin entsetzt, dass Stadtlandmama so ein Interview veröffentlicht. Enspricht Impfgegnertum eurer Meinung, Lisa und Katharina?

    3. Das stimmt so nicht. Auch bei den Corona-Schutzimpfungen wurden alle Regularien zur Zulassung eines Impfstoffes eingehalten.
      Das Besondere an dem Verfahren war, dass viel Risiko der Hersteller aufgenommen wurde und die einzelnen Verfahrensschritte, so wo möglich, gleichzeitig durchlaufen wurden. Deswegen war man in der Lage, den Impfstoff deutlich schneller zuzulassen als unter normalen Umständen.

  22. „Mein Gefühl sagt mir, dass es dann hier wohl nicht um das Wohl des Kindes geht.“
    Vielleicht sollte man beim Impfen lieber Statistiken glauben als dem Gefühl, jeder Mensch hat eine verzerrte Risikowahrnehmung.
    Diese Statistiken besagen bei den Stiko-empfohlenen Impfungen, dass der Nutzen größer ist als der Schaden. In der Corona-Zeit konnte man sehen, wie sehr in der Stiko um Empfehlungen gerungen wurde, leichtfertig geben die keine Empfehlung raus.
    Es geht dabei um das Wohl der geimpften Person und um den Herdenschutz. Gerade Säuglinge sollen durch den Herdenschutz geschützt werden, die die Impfung selbst noch nicht haben, weil es für die Impfungen zu Recht Altersgrenzen gibt. Das ist in einer Kinderarztpraxis wichtiger als an anderen Orten, daher kann ich die Perspektive der Ärztin verstehen, auch wenn die Entscheidung bei den Eltern liegen sollte.

  23. Liebe Stadt Land Mamas,

    ihr macht hier ja ganz schön kontroverse Fässer auf. Gab es das nicht schon einmal hier vor nicht allzu langer Zeit und dann die Gegenrede einer Ärztin, die einiges ins rechte Licht rückte?
    Ich finde es schon sehr sehr bedenklich, einer Person, die offensichtlich über keinerlei Sachverstand verfügt, nur ihr trügerisches „Mama-Bauchgefühl“, hier so eine Plattform zu bieten. Meine Güte warum? Beim Impfen geht es um Fakten, nicht um Meinungen!

    Leider ist das große Problem der Impfungen ihr Erfolg, Wir kennen diese ganzen schlimmen Krankheiten kaum noch und einige Schwurbler (die ihre Kinder gern in Waldorf-Kitas schicken) versteigen sich deshalb in die Meinung, die Impfung wäre schlimmer als die Krankheit. Wie kann man nur so unglaublich beschränkt sein?!
    Vor einem Jahr habe ich es erlebt, dass ein 16jähriger Schüler von mir an einer Meningokokken-Infektion gestorben ist. Dieser Junge ist qualvoll verreckt, Blutvergiftung, Koma, Organversagen Dieser Tod hätte sich durch eine simple Impfung vermeiden lassen. Aber die Mutter schreibt von „Bauchschmerzen“, die sie ihrem Kind ersparen möchte und er sei ja so gesund. Möge es so bleiben, das Kind kann ja nichts für diese Mutter, der es wichtiger ist, der Ärztin Fotos vom Stuhlgang zu zeigen als es vor lebensbedrohlichen Krankheiten zu schützen. Solche Leute profitieren einfach nur davon, dass 90 Prozent der Menschen nicht so drauf sind und genießen den Herdenschutz.

    Liebe „Leserin“, da Du ja offensichtlich so wenig Ahnung hast und Dich fragst, wieso Dein „gesundes Kind“ „100fach geimpfte Leute“ anstecken kann: es gibt Menschen, die nicht geimpft werden können, weil sie bestimmte Krankheiten haben, es gibt Menschen, die Immunsuppressiva nehmen müssen, es gibt Menschen, de sind darauf angewiesen, dass die Gesellschaft sie schützt. Jeder Keim ist eine riesige Bedrohung für sie. Ich finde es richtig gut, dass der Ärztin das Wohl dieser Patienten wichtiger ist als die Befindlichkeit einer Mutter, die im Biologieunterricht nicht richtig aufgepasst hat.
    Aber ich glaube, solche Leute sind mit Argumenten nicht erreichbar. Schade, dass sie sich durch die Plattform, die ihnen hier geboten wird, wahrscheinlich noch bestätigt fühlen,

    1. Wenn man einmal ein Kind sterben sehen hat (Masern), weil es nicht geimpft war, kommt man zu einer anderen Meinung.
      Wenn sich Erwachsene nicht impfen lassen, dann ist es das Eine, wenn aber das Leben des eigene Kindes nicht verantwortungsbewusst geschützt wird, dann ist das fahrlässig.
      Die Ärztin hat aus meiner Sicht korrekt gehandelt.

      1. @T: ja da hast Du Recht. Ich habe, nachdem ich den Kommentar geschrieben hatte, auch überlegt, ob ich dieses Wort nicht hätte verwenden sollen. Denn ich hatte sehr viel Mitgefühl diesem armen Jungen und seinen Eltern gegenüber. Alle in seinem Umfeld waren ganz geschockt, eine ganze Schule hat getrauert. Aber sein Tod war wirklich brutal, nur gut , dass er selbst davon nicht viel mitbekommen hat, weil er schnell ins Koma gelegt wurde. Das Gemeine bei Meningokokken ist, dass es verschiedene Stämme gibt, die Impfung nur gegen einige davon hilft. Auch mit Impfungen wird sich nicht jeder zu frühe Tod verhindern lassen. Aber eben sehr viele unnötige Tode und Behinderungen.

  24. Ich wurde eine zeitlang mit meiner Kleinen in der Arztpraxis immer direkt durchgeschleust. Sie hatte einen Herzfehler und jede Infektion hätte schwerste Konsequenzen haben können. Sie war auf den Herdenschutz angewiesen!
    Eine Freundin betreut mehrere Patienten seit vielen Jahren. Masern vor zig Jahren, seither bettlägrig.

  25. Ganz ehrlich, wir leben in einer Zivilisation und da gibt es Zivilisationkrankheiten!Ich denke das Karma wird es richten,vllt auch erst in einigen Jahren.
    Vllt wird das Kind selbst mal krank ( es reicht eine Nussallergie) und ist darauf angewiesen dass andere für ihn Verantwortung übernehmen. Da bin ich gespannt, was die Befragte dazu sagt, wenn andere Eltern sagen, nein, das ist meine Entscheidung, mir doch egal, was mit deinem Kind passiert.
    Meine Kollege war allerdings auch so drauf bei seinen 4 Kindern. Leider ist eins aufgrund einer schweren Erkrankung, die sich mit einer Impfung hätte vermeiden lassen, im Alter von 14 Jahren schwerstbehindert geworden. Dieses Wissen bringt ihn innerlich um.
    Das tut mir von Herzen leid.
    Ich denke solch eine Einstellung könnte man sofort verändern, wenn die Eltern den Krankenhausaufenthalt beim RSV oder die Arztbesuche bei Masern etc. selbst zahlen müssten.
    Ich finde daher, die Eltern dürfen sich gegen die Impfung entscheiden, müssen dann aber unterschreiben, dass sie für etwaige Folgekosten selbst aufkommen und nicht die Solidargemeinschaft bedienen. Unter der Bedingung wäre ich gespannt, wie schnell sie ihr Kind impfen lassen würden.

    1. Das mit der Unterschrift, dass man die Folgekosten bei Krankheit selbst tragen muss, finde ich eine gute Idee. Aber bei einer schweren Behinderung sind die Kosten so hoch, das könnte niemand zahlen. Da müsste dann doch die Gesellschaft wieder einspringen. Und diese Forderung könnte man dann beispielsweise auch für riskantes Verhalten wie Rauchen und Ähnliches aufstellen….

        1. @Franzi und anonym: so sehr ich verstehen kann, wie sehr einen so ein unreflektiertes Verhalten in Bezug auf das Solidarsystem frustriert, halte ich es für sehr gefährlich, es aufzuweichen.
          Wie anonym sagt: wo fängt es an? Übergewicht? Ernährung? Sport? Kein Sport? Ganz schnell ist man dann gläsern und in der Nachweispflicht. Und wer will es beurteilen? Vielleicht macht mich ein Risikosport so glücklich, dass mir die Versicherungsgesellschaft keine Therapie bezahlen muss? Vielleicht stirbt der Raucher so früh und schnell, dass er nicht noch auf Jahrzehnte die Rentenkasse belastet?
          Wenn man es zu Ende denkt, bekommt man Szenarien, wo das Baby schon vorgeburtlich ein genetisches Risikoscreening bekommt und die Eltern sich dann überlegen können, ob sie die Krankenversicherungssumme bezahlen können. Das klingt nach Science Fiction, und ich hoffe, das bleibt es auch.
          Ich halte diese Solidargemeinschaft neben der Demokratie für das höchste Gut, das wir als Gesellschaft haben können. Einer für alle, alle für einen, auch, wenn es manchmal schmerzt

          1. Hey andere S.: ich glaube, Du hast mich falsch verstanden. Ich meinte nur, dass ich das grundsätzlich keine schlechte Idee finde, es aber sowieso für nicht umsetzbar halte. Erstmal, weil die Kosten so hoch sein können, dass der Einzelne sie sowieso nicht zahlen kann. Und eben, es ergibt sich die Frage, wo die Grenze wäre: bei Rauchen? Extemsport? Übergewicht? Die Menschen haben im Grunde das Recht auf ein gefährliches, riskantes oder auch uninformiertes Leben.

          2. @Stadtlandmama.de: das ist der größte Schaden, den Ihr meiner Meinung nach damit anrichten könnt, solch unwissenschaftlichem Kram und Schwurbelei eine Bühne zu geben:
            Es frustriert die Menschen, die hinter Wissenschaft und Solidarsystem stehen. Das ist gesellschaftlich brandgefährlich, meiner Meinung ach.

          3. @Franzi: dann sehen wir das ähnlich, dass es weder machbar noch wünschenswert wäre, das Solidarsystem in der Art aufzuweichen, auch, wenn es sich manchmal gerechter anfühlen würde. Grüße

          4. Ich arbeite selbst in der Kinderarztpraxis meines Mannes und wir führen diese Diskussionen mit impfkritischen Eltern gelegentlich. Wir kommunizieren von vornherein, dass uns das Thema wichtig ist. Wer sich spätestens zur U5 (mit ca. 6 Monaten) nicht durchringen kann, sein Kind impfen zu lassen, wird nicht weiterbehandelt. Rechtlich hat der Arzt hier nichts zu befürchten, denn wenn kein Vertrauensverhältnis von beiden Seiten aus vorliegt, kann die Weiterbehandlung außer in Notfällen, abgelehnt werden. Wir begründen das mit dem Schutz anderer, anwesender Kinder in der Praxis und mit unserer Verantwortung unserem Patienten (Kind) gegenüber. Intern sagen wir, dass sich diese Eltern dann noch einmal von einem anderen Kinderarzt sagen lassen müssen, wie wichtig Schutzimpfungen sind.
            Die Mutti aus dem Artikel wird sicherlich feststellen, dass sie eher kaum einen weiterbehandelnden Arzt findet. Natürlich differenzieren wir nach wichtigen und unwichtigen Impfungen bei kritischen Eltern, aber 6-fach, Pneumokokken, MenB und MMRV sind bei uns nicht verhandelbar. Wir haben bislang ausschließlich leichte Impfreaktionen (Fieber oder Schmerzen an der Einstichstelle) erlebt, aber im klinischen Umfeld schwerste Komplikationen bei impfpräventablen Erkrankungen bis hin zum Tod des Kindes. Das wir und die Eltern diese Erfahrung möglichst nicht erleben müssen, ist unsere Motivation der Impfaufklärung. Und definitiv nicht das lächerliche, damit verbundene Honorar. Wer das nach dem 10. Gespräch noch nicht begreift, darf auch Ablehnung erfahren. Da fehlt mir dann das Mitleid.

    2. So sehe ich das auch. In einer so großen Gemeinschaft wie wir sie heute haben, braucht es einfach Regeln für das gute Zusammenleben und Impfungen schützen uns, wenn alle, die können, mitmachen.
      Ich finde es allerdings okay, dass dieser Artikel hier veröffentlicht wird. Ich lese hier keine Agitation gegen das Impfen heraus, nur persönlichen Frust. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendjemand hier mitliest und jetzt sagt: Dann lasse ich mein Kind auch nicht impfen. Mich jedenfalls bringt der Artikel dazu, den nächsten Impftermin für meine Tochter gleich mal mit der Praxis zu vereinbaren;)

    3. Liebe Sonja, dein Beitrag spricht mir aus dem Herzen. Auch ich habe ein Herzkind, welches nicht gleich geimpft werden konnte, sondern auf den Herdenschutz angewiesen war. Es gibt viele solche Fälle. Diese werden von der Autorin nicht berücksichtigt, da sie nur von 100 Prozent durchgeimpften Kindern ausgeht. Ich finde das unverantwortlich und wäre auch dafür, dass die Eltern alle Folgekosten selbst tragen.
      Die Ärztin hat mein Respekt, dass sie an den Schutz aller denkt.

  26. Wieso gebt ihr so einem gefährlichen Unsinn eine Plattform oder ist das Satire? Das Kind hatte Bauchschmerzen nach der Schluckimpfung und deswegen bekommt es jetzt keine weiteren Impfungen mehr? Das ist gefährliche Anti-Vax-Propaganda! Diese Krankheiten, gegen die undere Kinder heutzutage glücklicherweise geimpft werden können und sollen, sind früher oftmals tödlich bzw lebensverändernd verlaufen. Ich finde es unverantwortlich, dass ihr einem solchen evidenzbefreiten Unsinn eine Bühne gebt! Wir alle müssen sooo dankbar für die Impfungen sein! Damit habt ihr nun auch mich als Leserin verloren.

    1. Habe ich auch gedacht. Inhaltlich muss man auf diesen Schwachsinn nicht eingehen, die lebt eh in ihrer eigenen Welt, aber in einem verantwortungsvolle Journalismus reicht da nicht der Disclaimer „unsere Kinder sind ja geimpft“, sonder da muss mindestens (!) in dem Artikel noch eine fachliche Einordnung der Falschinformationen z. B. Durch einen Arzt stattfinden, wenn man sowas überhaupt veröffentlichen will. Das müsste man doch ganz am Anfang der Ausbildung lernen.

  27. „Jeder sollte für sich selbst entscheiden, was er tut und was nicht.“ Die Ärztin hat das für sich entschieden und nun ist es der Interviewten nicht recht? Unlogisch!
    Ich finde es gut, dass Ihr nach Herdenschutz fragt. Auch hier ist die Interviewte unlogisch, und das unwidersprochen: sehr kranke Personen können nicht geimpft werden. Und eine Krankheit wie Tetanus trainiert nicht das Immunsystem, man stirbt einfach.
    Ich grübele etwas, warum das Interview hier steht.

    1. Danke KaSi,
      beim Herdenschutz könnte man weiter nachfragen, was mit Säuglingen vor der Impfempfehlung ist. Die sollte man noch nicht impfen, weil die Entwicklung noch nicht so weit ist. Jeder entscheidet für sich allein ist eine schöne Ausrede für Egoismus.
      Vielleicht kommen wir gesellschaftlich mal wieder zu einer Balance von Eigeninteresse (was berechtigt ist, dass will ich nicht gänzlich vom Tisch wischen!) und dem Wohl anderer. Gerade ist in vielen Artikeln „Ich (…) Ich (…) Ich“ zu lesen.

  28. Ich bin erstaunt: bei so etwas Wichtigem wie Impfen, wozu es eine sehr klare Studienlage gibt, vertraut ihr nicht auf das Fachwissen der Ärztin, aber zu vergleichsweise einfachen Themen wie Ernährung und Zahnen hättest du dir Infos gewünscht? Also diese Infos kann man sich doch tatsächlich sehr einfach selbst anlesen bzw vieles „aus dem Bauch heraus“ entscheiden.

    Zu entscheiden, dass man nicht impfen lassen will, ohne sich damit wirklich umfassend beschäftigt zu haben (so liest es sich zumindest) und nur, weil das Kind Bauchweh (ernsthaft??) bekommen hat, ist hingegen wirklich fahrlässig! Sollte euer Kind Meningokokken, Tetanus oder auch „nur“ RSV bekommen (was ich ihm wirklich nicht wünsche!!), habt ihr ein deutlich größeres Problem als Bauchschmerzen.

    Und noch ein Hinweis dazu, dass die Ärztin euch ungeimpft nicht in der Praxis haben möchte: ihre Praxis, ihre Regeln. Wenn ihr euch Akzeptanz eurer Entscheidung wünscht, müsst ihr es auch akzeptieren, wenn sie es anders sieht. Und der Hinweis auf chronisch oder schwer kranke Patienten, die durch euer Kind angesteckt werden könnten, beinhaltet ja, dass eben nicht jeder geimpft werden kann. Euer Argument, dass euer Kind andere nicht anstecken kann, weil alle geimpft sind, vernachlässigt also die, die ohnehin schon in einer schwierigen Situation sind.

    Ich kann das alles wirklich nicht nachvollziehen. Tut mir leid! Anfeindungen deswegen sind natürlich trotzdem nicht in Ordnung, aber man kann auch nicht für alle Entscheidungen, die man so trifft allgemeines Verständnis erwarten.

    Eine Frage habe ich aber trotzdem noch: Warum sind für euch ausgerechnet die Impfungen gegen Röteln und Windpocken in Ordnung? Das sind Krankheiten, wo sich eine fehlende Impfung doch im Zweifelsfall verschmerzen lässt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert